°°° Das Wichtigste in Kürze °°°

  • Bundesinnenminister Horst Seehofer will Grenzkontrollen zu anderen EU-Staaten Mitte Juni aufheben. 
  • Nach einem Corona-Ausbruch in Göttingen müssen zahlreiche Schulkinder für zwei Wochen in Quarantäne
  • Das Robert Koch-Institut meldet 507 Corona-Infektionen binnen eines Tages. Die Reproduktionszahl (R-Wert) ist unter die kritische Marke von 1,0 gerutscht, nämlich auf 0,68.
  • In Großbritannien ist die Zahl der Corona-Toten auf mehr als 40.000 gestiegen.
  • Umfrage: Zwei Drittel in Deutschland würden sich gegen das Coronavirus impfen lassen.
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UPDATE | Ein katholischer Priester aus Mecklenburg-Vorpommern ist nach Angaben seiner Kirchengemeinde positiv getestet worden und hat den Behörden zufolge bereits mehrere Menschen angesteckt. Bei sechs Tests von Kontaktpersonen ist der Erreger bislang nachgewiesen worden, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock am Abend mitteilte. 120 Abstriche seien bisher untersucht worden. 

Gesundheitsämter in der Region hätten Kontaktpersonen ermittelt und informiert, etwa über Listen, in die sich Gottesdienstbesucher eintragen. Für enge Kontaktpersonen des Mannes seien Quarantäne-Maßnahmen verhängt worden. Außerdem laufen dem Amt zufolge umfangreiche Umgebungsuntersuchungen. Bislang wurden 12 Menschen vorsorglich in häusliche Isolation geschickt
Symbolbild: Jochen Lübke/dpa
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Die aktuelle Corona-Ausbruchswelle ist im zeitweise besonders hart betroffenen Spanien der Behörde für Gesundheitliche Notfälle zufolge inzwischen weitgehend unter Kontrolle. Die Zahl der Neuinfektionen sei niedrig, die Zahl der Patienten auf Intensivstationen sinke und es werde weiter massiv auf Sars-CoV-2 getestet, zitiert die Nachrichtenagentur Europa Press den Chef der Behörde, Fernando Simón. Inzwischen stellten eher importierte Infektionsfälle ein Risiko dar, sagt Simón. Deshalb sei es wichtig, die Kontrollen bei der Einreise "so gut wie möglich" vorzunehmen. Dies dürfte vor allem ab dem 1. Juli relevant werden, wenn Europas wichtigstes Urlaubsland wieder ausländische Touristen einreisen lassen will. 

Anfang April zum Höhepunkt der Pandemiewelle in Spanien wurden mehr als 900 Tote pro Tag im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 registriert. Mit mehr als 27.000 Toten und rund 240.000 Infektionsfällen ist Spanien bisher eines der am schwersten betroffenen Länder und hatte besonders einschneidende Gegenmaßnahmen ergriffen. 
Foto: Eduardo Parra/EUROPA PRESS/dpa
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Die Zahl der gestorbenen Corona-Infizierten ist in Großbritannien heute auf mehr als 40.000 gestiegen. Das teilt das Gesundheitsministerium in London mit. Das Vereinigte Königreich ist nach offiziellen Zahlen das am schwersten von der Pandemie betroffene Land Europas. Zählt man die Todesfälle hinzu, bei denen eine Covid-19-Erkrankung erst nach dem Tod diagnostiziert wurde, liegt die Zahl der Statistikbehörde ONS (Office for National Statistics) zufolge sogar bei mehr als 48.000.

Die Regierung in London steht seit Wochen in der Kritik, zu langsam und falsch reagiert zu haben. Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen wurden vergleichsweise spät eingeführt, zudem herrschte ein Mangel an Testkapazitäten und Schutzkleidung für medizinisches Personal. 
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Der Paketzusteller DPD hat nach vorsorglichen Reihentests in einem Sortierzentrum bei 43 Mitarbeitern Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Insgesamt waren rund 400 Mitarbeiter des Standorts Duisburg getestet worden, wie ein Sprecher von DPD erklärt. Alle Infizierten stehen demnach unter häuslicher Quarantäne. Insgesamt arbeiten rund 1000 Menschen für den Standort in der Ruhrgebietsstadt. Mithilfe weiterer Tests solle die Entwicklung im Betrieb in Duisburg beobachtet werden. Laut Mitteilung läuft die Arbeit im Zentrum planmäßig weiter.
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Die Kultusminister der Länder bekräftigen noch einmal offiziell ihr Ziel, so bald wie möglich wieder zu einem normalen Schulbetrieb zurückzukehren. In einer Mitteilung der Kultusministerkonferenz (KMK) heißt es, die Bildungsministerien der Länder strebten im Interesse der Schülerinnen und Schüler so schnell wie möglich eine Wiederaufnahme des schulischen Regelbetriebs an, sofern das Infektionsgeschehen dies zulasse. Bereits am Dienstagabend hatten sich die Minister bei einer Schaltkonferenz auf diese Formel verständigt. 

Genaue Aussagen, wie es wann in den Schulen weitergeht, werden nicht getroffen. Das regelt jedes Land für sich, weil Schulpolitik Ländersache ist. 
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Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) kritisiert die Pläne einzelner Länder, Grundschüler noch vor den Sommerferien wieder im normalen Klassenverband zu unterrichten. "Bei allem Verständnis für die Sorgen und Nöte der Eltern, halte ich es für ein Spiel mit dem Feuer, wenn immer mehr Länder komplette Schulöffnungen, wie jetzt auch in Nordrhein-Westfalen, unter Aufgabe von Abstandsregeln verfügen", sagt der Verbandsvorsitzende Udo Beckmann laut einer Mitteilung.
 
In Nordrhein-Westfalen sollen alle Grundschulkinder ab dem 15. Juni wieder täglich zur Schule gehen, wie Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) ankündigte. Es könne wieder im normalen Klassenverband unterrichtet werden, sagte sie. Auch andere Länder planen eine entsprechende Rückkehr zum normalen Unterricht zumindest für Grundschüler, auch wenn dabei die Abstandsregel nicht eingehalten werden kann. Sachsen war diesen Schritt als erstes Bundesland gegangen. 
Foto: Henning Kaiser/dpa
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Die Deutsche Fußball Liga (DFL) belegt nach den umstrittenen Fotos eines Friseurtermins die Spieler Manuel Akanji und Jadon Sancho von Borussia Dortmund mit Geldstrafen in nicht bekannter Höhe. Die beiden hätten "bei häuslichen Friseurterminen offenkundig gegen allgemeine Hygiene- und Infektionsschutzstandards sowie insbesondere gegen das medizinisch-organisatorische Konzept der DFL-Taskforce" verstoßen, teilt die DFL mit. Dies sei auf Fotos, die in Medien und in sozialen Netzwerken veröffentlicht wurden, erkennbar gewesen.

Es stehe "außer Frage, dass auch Profi-Fußballer ihre Haare schneiden lassen müssen. Dies muss derzeit jedoch im Einklang mit dem medizinisch-organisatorischen Konzept erfolgen", heißt es weiter. Akanji und Sancho können innerhalb von fünf Tagen Beschwerde einlegen. "Absoluter Witz DFL", twittert Sancho am frühen Abend.
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Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht hat die vom Land angeordnete häusliche Quarantäne für Auslandsrückkehrer außer Vollzug gesetzt. Das Land dürfe nicht pauschal für Rückkehrer aus Nicht-EU-Ländern eine 14-tägige Quarantäne anordnen, entschied das OVG heute in einem Eilverfahren. Es könne aber Risikogebiete ausweisen, bei denen die Verhängung einer Quarantäne gerechtfertigt sei.
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UPDATE | Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 507 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 183.271 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI meldete (Datenstand 05.06. 0 Uhr). Bislang starben nach RKI-Angaben in Deutschland 8613 nachweislich mit dem Virus Infizierte, damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 32. 

Etwa 168.500 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind 600 mehr als noch einen Tag zuvor. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, bleibt deutlich unter der kritischen Marke von 1,0, nämlich bei 0,68. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als eine weitere Person ansteckt. Schleswig-Holstein meldete heute keine einzige neue Infektion. Das war in den vergangenen Tagen auch in anderen Bundesländern vorgekommen.
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UPDATE |  Nach einem Corona-Ausbruch in Göttingen müssen zahlreiche Schulkinder für zwei Wochen in Quarantäne. Nach einer aktuellen Berechnung seien "etwas weniger als hundert" Kinder und Jugendliche betroffen, sagt Sozialdezernentin Petra Broistedt (SPD) am Abend. Zunächst hatte ein Stadtsprecher von möglicherweise mehreren Hundert Betroffenen gesprochen. In Quarantäne kommen die Schülerinnen und Schüler, die Kontakt mit Kindern hatten, die sich in Folge von Regelverstößen bei Privatfeiern von Großfamilien zum muslimischen Zuckerfest mit dem Virus infiziert haben, sagt Broistedt. Unter den bisher insgesamt 120 Infizierten im Zusammenhang mit den Feiern sind 39 Schülerinnen und Schüler. Von diesen sei wegen der allgemeinen Beschränkungen aber nur ein Teil in der Schule gewesen, sagt Broistedt.

Unterdessen hat die Stadt mit einem dreitägigen Massentest in dem Hochhauskomplex begonnen, der als Schwerpunkt des Ausbruchs gilt. Daran hätten sich am ersten Tag knapp 220 Bewohner beteiligt. Die Menschen seien sehr kooperativ gewesen, sagt ein Verwaltungssprecher.  In dem Wohnkomplex sind nach Angaben der Stadt rund 600 Menschen gemeldet. Die Behörden vermuten allerdings, dass dort noch sehr viel mehr Personen leben. Wie sichergestellt werden kann, dass auch die nicht gemeldeten Bewohner zum Test erscheinen, blieb offen. Unabhängig davon wurden am Freitag in Göttingen auch rund 250 Bewohner und Mitarbeiter eines Altenheims getestet, nachdem sich ein Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert hatte.
Foto: Swen Pförtner/dpa
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Das Krisenmanagement Chinas nach dem Ausbruch des Coronavirus war nach Ansicht der früheren Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Gro Harlem Brundtland, mangelhaft. "Die Verantwortlichen dort waren zu langsam, haben zu spät informiert", sagt Brundtland dem "Spiegel". "Am schlimmsten war, dass es lange gedauert hat, bis sie die Ansteckung von Mensch zu Mensch eingeräumt haben." Das sei schon lange vor der offiziellen Mitteilung am 20. Januar erkennbar gewesen.
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Wie sich die Bilder gleichen: Es handelt sich hier nicht um eine Szene in einem deutschen Supermarkt,auch im indischen Hyderabad halten Kunden und die Mitarbeiter im Süßwarengeschäft "Almond House" gebührend Abstand voneinander. 
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Die Arbeitslosenquote in den USA ist im Mai trotz der Pandemie leicht auf 13,3 Prozent gesunken. Im April hatte die Quote noch bei 14,7 Prozent gelegen, wie die US-Regierung  mitteilt. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft sei um 2,5 Millionen angestiegen, heißt es.
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Anwender der künftigen Corona-Warn-App können auch über eine Telefonhotline ihren Infektionsstatus in der App aktualisieren, wenn sie positiv getestet wurden. Die Hotline sei einer von zwei Telefon-Services zu der für Mitte Juni erwarteten App, die rund um die Uhr erreichbar seien, berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". In der anderen Hotline gehe es nur um technische Fragen der Nutzer.
Symbolbild: Stefan Jaitner/dpa
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Einreisen in die EU könnten von Juli an wieder nach und nach möglich werden. Fast alle EU-Staaten seien dafür, die derzeit bis zum 15. Juni laufenden Einschränkungen um weitere zwei Wochen zu verlängern, so EU-Innenkommissarin Ylva Johansson nach Video-Beratungen mit den EU-Innenministern. Von Juli an könnten die Beschränkungen für nicht zwingend notwendige Reisen in die EU dann schrittweise aufgehoben werden. 

Bundesinnenminister Horst Seehofer sagt, er gehe nach der Diskussion mit seinen Amtskollegen davon aus, dass das Einreiseverbot für Menschen aus Drittstaaten bis Monatsende verlängert werde. Von Juli an werde es eine "differenzierte Lösung" geben, je nach der Coronavirus-Lage im Herkunftsland. In der kommenden Woche wolle die EU-Kommission dazu Vorschläge machen.
EU-Innenkommissarin Ylva Johansson. Foto: Virginia Mayo/AP/dpa/Archiv
EU-Innenkommissarin Ylva Johansson. Foto: Virginia Mayo/AP/dpa/Archiv  
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