°°° Das Wichtigste in Kürze °°°

  • Orkan "Sabine" hat den Verkehr schwer getroffen, aber nur vergleichsweise leichte Schäden angerichtet. 
  • Vor allem in Nordrhein-Westfalen wurden Menschen von umstürzenden Bäumen oder herumfliegenden Gegenständen verletzt. 
  • In Frankfurt am Main knickte ein Baukran ab, sein Ausleger krachte in das Dach des Doms. 
  • In Bayern waren Zehntausende Menschen über Stunden ohne Strom, nachdem Äste auf Leitungen gestürzt waren. 
  • Die Deutsche Bahn hat damit begonnen, den Fernverkehr nach und nach wieder aufzunehmen. Über den ganzen Tag hinweg werden noch Störungen erwartet. 
  • Der regionale Bahnverkehr stand in vielen Bundesländern flächendeckend still. Je nach Lage des Orkans wird im Laufe des Vormittags der Verkehr wieder aufgenommen.
  • Kostenlose Hotline der Deutschen Bahn: ☏ 08000 99 66 33
  • An den Flughäfen fielen Hunderte Starts und Landungen aus, hier war vor allem der Münchner Airport betroffen.
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Liebe Leserinnen und Leser, der Liveblog endet an dieser Stelle. Vielen Dank fürs Dabeisein und für Ihr Interesse. Wir verabschieden uns mit einem Regenbogen, der sich über Köln gebildet hat. Kommen Sie gut durch den Tag!
Foto: Esra Ayari/dpa
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Auch wenn sich Tief "Sabine" inzwischen über Norwegen befindet, bleibt es stürmisch in Deutschland. Nach einer nur sehr kurzen Verschnaufpause am Nachmittag im Westen nehme am Abend und in der Nacht zum Dienstag der Wind von Frankreich und Belgien her erneut kräftig zu, teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Dabei seien Sturmböen mit Geschwindigkeiten von 80 bis 100 Kilometern in der Stunde möglich, heißt es. Auch schauerartige Niederschläge, teilweise mit Gewittern wurden erwartet.
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Lange Schlangen haben sich an den Gepäckschaltern am Münchner Flughafen gebildet. Reisende müssen sich in Geduld üben.
Foto: Matthias Balk/dpa
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In Polen hat das Unwetter zwei Menschenleben gefordert: Eine Frau und ihre Tochter wurden auf einem Parkplatz von herabfallenden Dachteilen erschlagen. Das sagt ein Polizeisprecher. Zwei weitere Menschen, eine Frau und ein Junge, seien bei dem Unglück in dem Skiresort Bukowina Tatrzanska im Süden des Landes verletzt worden. Sie wurden mit leichteren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus gebracht.
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Am Tag nach dem heftigen Unwetter im Norden mit Orkanböen ist zunächst wieder weitgehend der Alltag eingekehrt. Ausläufer des Orkantiefs  hatten in Schleswig-Holstein mit Sturmböen von mehr als 100 Stundenkilometern Bäume und Äste auf Straßen und Autos stürzen lassen. Die Leitstellen im Land melden bis zum Morgen mehr als 1200 Sturm-Einsätze. Ab Mitternacht konnten die Einsatzkräfte jedoch aufatmen, die Lage entspannte sich. Es seien nur noch vereinzelt umgestürzte Bäume gemeldet worden, sagt ein Polizeisprecher.
Foto: Julian Stratenschulte/dpa
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Ein umgestürzter Baum liegt im Hamburger Stadtteil Blankenese auf einem Auto und vor einem stark beschädigten Wohnhaus.
Foto: Daniel Bockwoldt/dpa
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In britischen Brentwood ist ein Auto in einen kleinen Krater gestürzt, der über Nacht auf der Straße entstanden ist. In einigen Regionen hatte das Orkantief innerhalb von 24 Stunden so viel Regen gebracht, wie sonst in eineinhalb Monaten fällt.
Foto: Nick Ansell/PA/dpa
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Keine Absage! Die Partie in der 2. Fußball-Bundesliga zwischen Holstein Kiel und dem FC St. Pauli findet wie geplant statt. Das Spiel wird heute Abend um 20.30 Uhr im Holstein-Stadion angepfiffen. Die zuständigen Stellen in Kiel haben grünes Licht gegeben. Die Sicherheit der Zuschauer und Mannschaften sei gewährleistet. 
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Orkan "Sabine" hat in tiefen Lagen rekordverdächtige Windgeschwindigkeiten erreicht. Bei Fürstenzell im niederbayerischen Landkreis Passau wurden nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) 154 Stundenkilometer gemessen. "Das ist in solchen Tieflagen eine absolute Spitze", so der Meteorologe vom Dienst, Martin Schwienbacher. 

Über den Großen Arber, mit 1455 Metern höchster Berg des Bayerischen Waldes, fegte der Orkan mit bis zu 161 Stundenkilometern. Auf Deutschlands höchstem Berg, der 2962 Meter hohen Zugspitze, registrierte die dortige Messstation 158 Stundenkilometer. "Sabine" komme zumindest in Bayern ziemlich nahe an den Sturm «Kyrill» heran, der im Januar 2007 schwere Schäden verursacht hatte, erklärt der Experte. Damals waren im Flachland in Bayern 144 Stundenkilometer und auf der Zugspitze knapp über 180 km/h gemessen worden.
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Der Sturm wütete auch in der Schweiz. Umgestürzte Bäume haben das Dach eines Hauses in der Stadt Lutry beschädigt.
Foto: Laurent Darbellay/Keystone/dpa
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Auch die Hamburger Verkehrsbehörde warnt vor dem Betreten der Wälder in der Hansestadt. Die Auswirkungen des Sturms seien noch nicht abschätzbar, heißt es. Die Mitarbeiter der Forstverwaltung konnten die Schäden bislang nicht begutachten, weil sie sich aus Arbeitsschutzgründen nicht länger in den Wäldern aufhalten dürften.
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Nach dem Abflauen des Sturmtiefs sollten laut einer Warnung Nordrhein-Westfalens Wälder von Spaziergängern und Freizeitsportlern weiterhin nicht betreten werden. Angebrochene Äste können jederzeit herabfallen, umgestürzte Bäume können auf Spannung stehen, wie der Sprecher des Landesbetriebes Wald und Holz Michael Blaschke sagt. Welchen Schaden die Orkanböen landesweit in den Wäldern angerichtet haben, ist noch nicht abschätzbar. 
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In Baden-Württemberg steht der Regionalverkehr länger still als bislang geplant. "Frühestens am Mittag" würden sich die ersten Züge wieder in Gang setzen, so ein Bahnsprecher. Zwar seien die Schienen und Verbindungen am frühen Morgen auf Schäden geprüft worden, allerdings seien nach weiteren starken Winden erneute Erkundungsfahrten nötig
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Glück gehabt: Ein Camper-Ehepaar ist auf einem Wanderparkplatz im baden-württembergischen Kaisersbach mit dem Schrecken davon gekommen. Nach Angaben der Polizei hielten sich die beiden am Morgen in ihrem Wohnwagen auf, als eine im Sturm entwurzelte große Tanne auf einen Teil des Fahrzeugs krachte. Der Baum drückte den Heckbereich des Wohnwagens ein und verklemmte die Eingangstür. Das Ehepaar blieb unverletzt, musste aber von der Feuerwehr befreit werden. Da die Frau einen Schock erlitt, kam sie vorsorglich ins Krankenhaus.
Foto: Andreas Rosar/dpa
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Die Deutsche Bahn hat den Fernverkehr auch in Hamburg und Schleswig-Holstein wieder aufgenommen. Es könnten aber noch Fahrten ausfallen, weil Fahrzeuge oder Personal nicht am richtigen Ort seien, erklärt eine Sprecherin. Die Hamburger S-Bahn sei durch den Sturm nicht beeinträchtigt gewesen. 
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Das Sturmtief hat sein erstes Todesopfer gefordert: Einen schweren Unfall gab es auf einem See in der schwedischen Gemeinde Svenljunga: Hier kenterten zwei Angler mit ihrem Boot - einer starb, nach dem anderen wird noch gesucht. 
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Die Bahn hat den Regionalverkehr in Rheinland-Pfalz und im Saarland am Morgen langsam wieder aufgenommen. Die Erkundungsfahrten sind abgeschlossen, wie eine Sprecherin sagt. Dabei wurden die Strecken auf mögliche Hindernisse wie umgestürzte Bäume überprüft. Die Strecken werden demnach nun nach und nach wieder für den Zugverkehr freigegeben. 
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Die Deutsche Bahn hat damit begonnen, den Fernverkehr nach und nach wieder aufzunehmen. Im Laufe des Vormittags sollen die Züge in weiten Teilen Deutschlands wieder fahren, so ein Bahnsprecher. Eine Ausnahme sei Bayern, wo es noch stürmisch sei. Bahnkunden müssen den ganzen Tag über noch mit Verspätungen und Zugausfällen rechnen
Foto: Silas Stein/dpa
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Baukran übersteht Sturm unbeschadet: Nach dem Durchzug des Sturmtiefs sind 120 Anwohner in Pinneberg, Hamburg, wieder in ihre Häuser auf dem Gelände der früheren Eggerstedt-Kaserne zurückkehrt. Sie hatten diese verlassen müssen, weil ein 33 Meter hoher Baukran umzukippen drohte. Der Kran habe die Nacht aber unbeschadet überstanden, teilt die Feuerwehr nun mit. Mittlerweile sei der Wind vor Ort abgeflaut.
Foto: Daniel Bockwoldt/dpa
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"Danke für euren Einsatz": Die SPD-Chefin Saskia Esken bedankt sich auf Twitter bei allen Einsatzkräften.
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Vom Winde verweht: Ein umgestürzter LKW auf der Autobahn 3 zwischen Laaber und Nittendorf in Bayern. 
Foto: Alexander Auer/dpa
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Auch Reisende der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (Odeg) müssen mit Verspätungen und Zugausfällen rechnen. 55 Meldungen zu Störungen seien erfasst, sagt Odeg-Sprecherin Dietmute Graf. Derzeit werde die Strecke erkundet. Das Unternehmen informiere aktuell auf seiner Homepage. Die Odeg fährt in den Ländern Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt.
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Thüringer sollten auch im Laufe Tages noch ein Auge auf teils heftige Wetterlagen haben. Der Freistaat liegt noch immer im Einflussbereich des Orkantiefs. Im Bergland sei prinzipiell noch mit Orkanböen zu rechnen, erklärt eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienst (DWD). Ab Mittag sei dann auch vereinzelt mit schweren Sturmböen im Flachland zu rechnen - vor allem während starker Gewittern und Schauern. "Wer unbedingt raus muss, sollte abwarten, bis die Schauer und Gewitter vorbeigezogen sind", rät die DWD-Sprecherin.
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In Belgien hat das Sturmtief etliche Schäden angerichtet. Verletzt wurde nach ersten Medienberichten niemand, als vielerorts im Land Bäume und Baugerüste umstürzten. In Brüssel löste der Wind Teile einer Leichtbaufassade, die vom sechsten und siebten Obergeschoss auf die Straße fielen. Auch etliche Dächer deckte der Sturm ab. Bahnen fuhren auf vielen Strecken verspätet oder eingeschränkt.
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Wegen des Sturmtiefs sind in Frankreich Zehntausende Haushalte ohne Strom. Der Sturm habe zu Stromausfällen in rund 130.000 Haushalten in Nord- und Ostfrankreich sowie im Großraum Paris geführt, teilt der Netzbetreiber Enedis mit. In Nord- und Ostfrankreich wurden zahlreiche Verbindungen mit Regionalzügen gestrichen.

Auch in Tschechien warten rund 100.000 Haushalte waren ohne Elektrizität, weil Stromleitungen durch umstürzende Bäume beschädigt wurden, wie Energieversorger mitteilen. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz, um Straßen freizuräumen und Dächer zu sichern - innerhalb einer Stunde wurden landesweit mehr als 250 Einsätze gezählt.
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