Das Wichtigste in Kürze:

  • Premierminister Boris Johnson und die Tories gehen als klare Wahlsieger hervor. Die Partei erringt nach Auszählung der insgesamt 650 Wahlkreise die absolute Mehrheit im Unterhaus.
  • Johnson bezeichnet den Ausgang der Wahl als  "machtvolles Mandat" für seine Brexit-Politik. Er will das Land wie geplant am 31. Januar aus der EU führen. 
  • Labour-Chef Jeremy Corbyn kündigt als Konsequenz aus dem schlechten Abschneiden seiner Partei bei der Unterhauswahl seinen Rückzug für Anfang 2020 an.
  • Die Chefin der britischen Liberaldemokraten, Jo Swinson, hat in einer für ihre Partei enttäuschenden Wahlnacht ihr Mandat verloren und ist zurückgetreten
  • Verbleib in der EU: Die Vorsitzende der Schottischen Nationalpartei (SNP), Nicola Sturgeon, will schon in der nächsten Woche ein neues Unabhängigkeitsreferendum anschieben
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Liebe Leserinnen und Leser, mit seinem spektakulären Wahlsieg hat der britische Premierminister Boris Johnson bei der Parlamentswahl ein klares Mandat für seinen Brexit-Kurs bekommen. Doch ob der ambitionierte Fahrplan Londons überhaupt zu halten ist, bleibt zumindest fraglich. Wir bedanken uns für Ihr Interesse und beenden den Liveblog an dieser Stelle.
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Das Land verdiene nun eine Pause von der Politik, sagt Johnson. Zugleich kündigt er mehr Investitionen für das Gesundheitssystem an, weil dies das Thema sei, das die höchste Priorität bei der britischen Bevölkerung genieße.
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Johnson sagt, er wolle eine neue Partnerschaft mit der EU.
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"Wir werden das Land einen", kündigt der wiedergewählte Premierminister an. England, Schottland, Wales und Nordirland sollten zusammen bleiben.
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Boris Johnson spricht nun vor dem Regierungssitz Downing Street No 10. Er kündigt an, eine neue Regierung zu bilden.
Foto: David Mirzoeff/PA Wire/dpa
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Das Wahlergebnis ist nach Meinung von Londons Bürgermeister Sadiq Khan eine "Katastrophe für die Labour-Partei, für London und für das Vereinigte Königreich." Labour müsse sich grundlegend ändern, "um sich der neuen politischen Realität zu stellen."
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Wie britische Medien berichten, wird Premierminister Boris Johnson demnächst die erste Rede nach seiner Audienz bei der Königin halten.
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Der letzte Wahlkreis ist ausgezählt. Demnach haben die Tories - wie erwartet - St. Ives in Cornwall gewonnen. Die Konservativen von Premierminister Boris Johnson haben bei der Parlamentswahl in Großbritannien 365 Mandate im Parlament errungen. Damit hat die Konservative Partei einen Vorsprung von 80 Mandaten auf die anderen Parteien. 
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Nach Ansicht des Ökonomen Gabriel Felbermayr verliert Deutschland durch den Ausgang der Parlamentswahl in Großbritannien einen wichtigen Verbündeten für Freihandel und den Binnenmarkt. "Das ist ein trauriger Moment für Europa und Deutschland", sagt der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft. Die Option, das Land könne doch noch in der EU verbleiben, sei endgültig vom Tisch. "Die EU wird dadurch wesentlich transformiert."

Felbermayr rechnet angesichts der notwendigen Verhandlungen über die zukünftigen Beziehungen der EU mit dem Königreich mit weiteren Hängepartien. Zwar sei ein Exit vom Brexit nun nicht mehr möglich. "Ob es zu einem weichen oder harten oder smarten Deal mit der EU kommt, ist aber weiter maximal unsicher."
Foto: Carsten Rehder/dpa
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Seit dem Giftanschlag auf den Ex-Spion Sergej Skripal und dessen Tochter Julia im März 2018 sind die diplomatischen Beziehungen zwischen Moskau und London angespannt. Nun hofft der Kreml nach dem Wahlsieg von Boris Johnson auf Besserung.

Diese Hoffnung bestehe nach jeder Wahl in einem Land, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Er gehe davon aus, dass die gewählten politischen Kräfte sich darauf konzentrierten, «gute Beziehungen zu unserem Land aufzubauen». «Ich weiß aber nicht, wie relevant solche Erwartungen für die Konservativen sind», sagte er.
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Tatsächlich war es den Menschen in den in den Labour-Hochburgen in Nord- und Mittelengland zuletzt nicht mehr zu vermitteln, warum das Land die EU dreieinhalb Jahre nach dem Brexit-Votum noch immer nicht verlassen hatte. Angelastet haben das viele Jeremy Corbyn. Von dem Labour-Chef, der sich in Sachen Brexit nie richtig festlegen wollte, mussten sich Parteiaktivisten im Wahlkampf bei ihrem Gang von Haustür zu Haustür regelrecht distanzieren, um Wähler nicht zu vergraulen. 
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"Rote Wand" eingerissen: In den ehemaligen Industrie- und Bergbauregionen in Nord- und Mittelengland hat es bereits 2016 ein mehrheitliches Brexit-Votum gegeben - wohl aus Frust über den wirtschaftlichen Niedergang. Dennoch hat Labour 2017 "die rote Wand", so heißt der Gürtel von Laboursitzen in der ehemaligen Industrie- und Bergarbeiterregion, behaupten können. Die traditionelle Parteibindung der Arbeiter-Hochburg an Labour ist nun jedoch vom Brexit-Streit überlagert gewesen.

So galten Workington, Bolsover oder Rother Valley einst als sichere Bank für Labour. Doch die Tories haben diese Regionen nun gewonnen. Die Times illustriert die Wählerwanderung von Rot (Labour) nach Blau (Tories) mit einer Grafik, die das Ausmaß der Niederlage für Jeremy Corbyns Partei verdeutlicht. 
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Der britische Oppositionsführer Jeremy Corbyn will nach der historischen Wahlschlappe in wenigen Monaten zurücktreten. Über den Zeitpunkt entscheide das Führungsgremium der Labour-Partei, das "in nächster Zukunft" zusammentreten werde, sagt er. "Das wird in den Anfangsmonaten des nächsten Jahres sein." Corbyn übernimmt keine Verantwortung für die Niederlage. "Ich habe alles getan, um diese Partei zu führen, ich habe alles getan, um unsere Programme zu entwickeln, und seit ich Parteichef geworden bin, hat sich die Mitgliederzahl verdoppelt", sagt er.
 
In der Brexit-Frage sei die Partei in einer schwierigen Position gewesen: unter ihren Anhängern seien Wähler, die den Austritt Großbritanniens aus der EU wollten, und solche, die Mitglied in dem Staatenbund bleiben wollten. "Meine ganze Strategie war es, die Hand über diesen Brexit-Graben hinweg auszustrecken und die Menschen zusammenzubringen", sagt er. 
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Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon will bereits in der nächsten Woche den rechtlichen Prozess für ein neues Unabhängigkeitsreferendum anschieben. Das kündigt Sturgeon in Edinburgh an. Die Schotten hätten das Recht, ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen, sagt Sturgeon. "Es ist die Sache des schottischen Parlaments, nicht einer Regierung in Westminster, zu sagen, ob und wann es ein neues Referendum geben sollte", sagt sie.

"Es geht nicht darum, Boris Johnson um Erlaubnis zu fragen", sagt Sturgeon. Es gehe vielmehr darum, dass das schottische Volk seine eigene Zukunft bestimmen können sollte. "Sie, als Führer einer in Schottland geschlagenen Partei, haben nicht das Recht, sich in den Weg zu stellen", ruft sie Johnson zu. "Als ein unabhängiges Schottland, werden wir immer die Regierungen bekommen, die wir wählen", betont sie.
Foto: Jane Barlow/PA Wire/dpa
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Bundeskanzlerin Angela Merkel hofft auf eine "spezielle Partnerschaft" mit Großbritannien nach dem Brexit. Das Vereinigte Königreich werde zwar Drittland, aber eines mit sehr engen Verbindungen zur Europäischen Union, sagt die CDU-Politikerin zum Abschluss des zweitägigen EU-Gipfels in Brüssel. Man werde sich nun mit großem Elan den Verhandlungen über die künftigen Beziehungen zuwenden, die noch kompliziert genug würden.

"Unser größter Knackpunkt wird sein, dass wir diese Verhandlungen sehr schnell machen müssen", sagt die Kanzlerin. Schon zum Jahresende müssten sie fertig sein, falls nicht im Sommer eine Verlängerung der Übergangsphase vereinbart werde. "Es wird vor allem darauf ankommen, dass wir sehr schnell und präzise arbeiten."
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Die  Staats- und Regierungschefs beim EU-Gipfel bekräftigen den Wunsch nach einer engen Beziehung zu Großbritannien. Die Ratifizierung und Umsetzung des Brexit-Abkommens solle zügig geschehen.

Zugleich pochen sie aber auf faire Bedingungen. Großbritannien dürfe sich nicht mit niedrigen Sozial-, Umwelt- oder Steuerstandards einen unfaire Wettbewerbsbedingungen verschaffen, heißt es in dem Papier "Level Playing Field".
EZB-Präsidentin Christine Lagarde, Kanzlerin Angela Merkel und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Foto: Pool/Daina Le Lardic/BELGA/dpa
EZB-Präsidentin Christine Lagarde, Kanzlerin Angela Merkel und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Foto: Pool/Daina Le Lardic/BELGA/dpa  
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Die britischen Konservativen haben eine großen Sieg errungen. Aus der Sicht Polens und der EU ist er auch in dem Sinne bedeutend, dass nun eine Stabilisierung der politischen Szene in Großbritannien eintritt, und wir können die Hoffnung haben, dass bald ein neues Kapitel der vertieften Zusammenarbeit bei Handel, Sicherheit und Politik beginnt.

Polen Regierungschef Mateusz Morawiecki in Brüssel zu den neuen Mehrheitsverhältnissen im britischen Unterhaus.

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Nach dem Wahlsieg der Tories erwartet Litauens Staatspräsident Gitanas Nauseda einen geordneten EU-Austritt Großbritanniens. "Ich sehe dies als einen Schritt in Richtung Brexit, der eher unter einem Deal-Szenario als unter einem No-Deal-Szenario stattfindet", sagt Nauseda der Agentur BNS zufolge in Brüssel. "Das sind gute Nachrichten". 

Estlands Regierungschef Jüri Ratas gratuliert Johnson zu einem "starkem Mandat". "Großbritannien ist und bleibt ein wichtiger Partner, ein Verbündeter und vor allem ein enger Freund Estlands, sowohl heute als auch nach dem #Brexit", schreibt er auf Twitter.
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Nach der Audienz bei Königin Elizabeth II. kehrt ein offensichtlich zufriedener Boris Johnson wieder an den Regierungssitz zurück.
Foto: Yui Mok/PA Wire/dpa
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Außenminister Heiko Maas möchte nach der Wahl in Großbritannien wieder nach vorne schauen. "Das ist auch dringend fällig, denn es gilt, jetzt gemeinsam unsere Zukunft zu gestalten", sagt der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Man habe sich natürlich gewünscht, dass Großbritannien Teil der EU sein will, aber die Entscheidung müsse man akzeptieren. "Wir wollen, dass Großbritannien auch nach dem Brexit ein enger Partner bleibt - wirtschaftlich genauso wie in der in der Außen- und Sicherheitspolitik."

Maas erwartet jetzt einen schnellen Austritt Großbritanniens aus der EU. "Es erscheint nun sehr wahrscheinlich, dass der geregelte Austritt Ende Januar stattfinden wird", sagt Maas. "Boris Johnson hat jetzt ein eindeutiges Mandat, den Brexit zu vollziehen".
Foto: Michael Kappeler/dpa
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Der irische Ministerpräsident Leo Varadkar äußert sich erleichtert über den klaren Wahlausgang in Großbritannien. Damit gebe es nun eine sichere Mehrheit für die Ratifizierung des britischen EU-Austrittsvertrags, sagt Varadkar am Rande des EU-Gipfels in Brüssel. Dieser Vertrag garantiere, dass es keine harte Grenze zwischen dem britischen Nordirland und der Republik Irland gebe.

Nach der Ratifizierung werde die Europäische Union die wichtige wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Großbritannien aushandeln, fügt er hinzu. Allerdings nennt er den absehbaren Zeitplan "enorm ehrgeizig". Dieser sieht vor, dass nach dem geplanten EU-Austritt am 31. Januar bis Ende 2020 ein Freihandelsabkommen vereinbart und ratifiziert wird. Üblicherweise dauern solche Verhandlungen viel länger. 
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Johnson hat sich von Königin Elizabeth II. formell die Erlaubnis zur Bildung einer neuen Regierung eingeholt. Er sprach darüber mit der 93 Jahre alten Queen. Das vertrauliche Gespräch dauerte mehr als eine halbe Stunde
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Mittlerweile ist Boris Johnson vor dem Buckingham Palast eingetroffen. Wie lange die Audienz bei der Königin dauern wird, ist britischen Medien zufolge völlig offen. 
Foto: Victoia Jones/PA Wire/dpa
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Das neue britische Parlament ist weiterhin in Männerhand. Darauf macht die Journalistin Laura Hughes aufmerksam. Verantwortlich dafür sind vor allem die Tories, die mehr als dreimal so viele männliche Abgeordnete wie weibliche entsenden. Labour und die Liberal Democrats hingegen haben mehr Frauen in ihren Reihen.
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Wie der "Guardian" berichtet, ist der britische Premier nun auf dem Weg in den Buckingham Palast, wo ihn Königin Elizabeth II. empfangen und mit der Regierungsbildung beauftragen soll. 
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