°°° Das Wichtigste in Kürze °°° 

  • Die FDP-Fraktion Thüringen will einen Antrag auf Auflösung des Landtags zur Herbeiführung einer Neuwahl stellen. 
  • Der neue FDP-Ministerpräsident Thomas Kemmerich will sein gerade erst erworbenes Amt wieder zur Verfügung stellen.
  • FDP-Chef Christian Lindner will schon morgen die Vertrauensfrage in der Parteiführung stellen.
  • Der bisherige Amtsinhaber Bodo Ramelow steht weiter als Kandidat zur Verfügung
  • Nach dem Wahl-Eklat in Thüringen forderte Kanzlerin Angela Merkel das Ergebnis rückgängig zu machen.
  • In Erfurt kam es erneut zu Protesten gegen die Wahl von Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten.
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Liebe Leserinnen und Leser, der FDP-Ministerpräsident in Thüringen wird eine historische Mini-Episode bleiben. Der Druck war zu groß für Thomas Kemmerich, der sich mit Stimmen der AfD ins Amt wählen ließ. Nun stehen die Zeichen auf Neuwahlen. Wir beenden unseren Liveblog an dieser Stelle. Vielen Dank fürs Dabeisein und für Ihr Interesse.
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Die CDU will in Thüringen nach dem Eklat bei der Ministerpräsidentenwahl zunächst die parlamentarischen Möglichkeiten eines Neustarts ausloten. Sollte dies nicht möglich sein, seien Neuwahlen unausweichlich, macht CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer nach stundenlangen Beratungen in Erfurt deutlich.
Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa
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Die Lösung liegt in einer Verständigung über Parteigrenzen hinweg - mit Ausnahme der AfD.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat mit Blick auf die Lage in Thüringen für eine parteiübergreifende Verständigung geworben - und dabei auch die Linke einbezogen.

Foto: Ronald Bonß/dpa-Zentralbild/dpa
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FDP-Chef Christian Lindner hat um Verständnis für das Verhalten des Thüringer FDP-Politikers Thomas Kemmerich nach dessen Wahl zum Ministerpräsidenten von Thüringen geworben. "Er schilderte mir seine Überraschung. Die Neunmalklugen wissen immer im Nachhinein, wie man trotz der Überwältigung in einer solchen Situation spontan richtigliegt", sagte Lindner der Neuen Osnabrücker Zeitung. "Ich rate zu menschlichen Maßstäben im Umgang mit Fehlern, die rasch selbst korrigiert wurden."
Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa
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Der Direktor des Holocaust-Denkmals, Uwe Neumärker, fordert die Politik nach der Wahl in Thüringen zu "klarer Kante" auf, um sich damit "zu den Werten unserer Demokratie zu bekennen". Damit sollten die Grundlagen geschaffen werden, "dass wir unsere politische Aufklärungsarbeit weiter leisten können", sagt er.

"Es war ein Konsens in dieser Republik, dass wir uns dazu bekennen, welche Verbrechen in deutschem Namen von Deutschen verübt worden sind. Dieser Konsens ist brüchig geworden", sagt Neumärker. 
Foto: Jörg Carstensen/dpa
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Der Berliner Politologe Hajo Funke glaubt nicht, dass die AfD durch ihr Vorgehen in Thüringen ihrem Ziel näher gekommen ist, als normaler Mitspieler im Politbetrieb wahrgenommen zu werden. Auch wenn die Parteifunktionäre in den vergangenen Stunden, jedem, der ihnen ein Mikrofon vor den Mund hielt, sagten, das sei nun die Geburtsstunde einer "bürgerlichen Allianz". 

Funke sagt: "Ja, was wir in Erfurt erlebt haben, war sicher ein Tabubruch. Ein Dammbruch jedoch war es nicht." Die empörten Reaktionen vieler Menschen hätten vielmehr gezeigt, dass der Damm der Ablehnung gegen die Partei der Rechtspopulisten und Rechtsradikalen durch diese Aktion eher noch höher geworden sei.
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Eine "gut gemeinte Kandidatur" habe sich in "eine Katastrophe" verwandelt, versucht FDP-Chef Christian Lindner die Vorgänge in Thüringen im Interview des ZDF-"heute journal" zu erklären.
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Die drei Spitzenpolitiker von Linke, SPD und Grüne fordern  personelle Konsequenzen bei FDP und CDU. "Ich glaube, dass CDU und FDP endlich die Kraft haben müssen, Konsequenzen zu ziehen und Verantwortung zu übernehmen", sagt der Thüringer Grünen-Fraktionsvorsitzende Dirk Adams in Erfurt nach einer Sitzung der Fraktionsvorsitzenden der drei Parteien. Vertrauensvolle Gespräche mit Kemmerich oder Mohring seien "schwer vorstellbar".

Der Landesvorsitzende der SPD, Wolfgang Tiefensee, sagt, dass es nur noch eine "zerstörte" Vertrauensbasis für Gespräche der drei Parteien mit den aktuellen Spitzen von Liberalen und Christdemokraten gebe.
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Linke, SPD und Grüne in Thüringen setzen Ministerpräsident Thomas Kemmerich (FDP) ein Ultimatum für einen Rücktritt. Spitzenvertreter der drei Parteien fordern Kemmerich dazu auf, sein Amt bis Sonntag niederzulegen. Die Botschaft sei: "Rücktritt - und zwar eine Aussage bis Ende Sonntag", sagt Thüringens SPD-Chef Wolfgang Tiefensee in Erfurt.
Foto: Bodo Schackow/dpa
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Eine Mehrheit der Bundesbürger begrüßt einer Umfrage zufolge die Rücktrittsankündigung des Thüringer Ministerpräsidenten Thomas Kemmerich. 61 Prozent der Befragten in der Blitz-Umfrage für den ARD-"Deutschlandtrend" halten den Schritt demnach für richtig. 24 Prozent finden es falsch, dass der FDP-Politiker nach nur einem Tag im Amt seinen Rücktritt ankündigte. Infratest dimap befragte in dieser Sache nach ARD-Angaben heute 1007 Menschen per Telefon.

Mit Blick auf CDU und FDP gaben jeweils mehr als 40 Prozent der Befragten an, dass die Ereignisse in Thüringen ihre Meinung von der jeweiligen Partei eher verschlechtert habe. Bei der FDP äußerten dies 44 Prozent.
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Derzeit ist unklar, wann genau Annegret Kramp-Karrenbauer und Mike Mohring in Erfurt vor die Presse treten wollen. Ursprünglich waren die Stellungnahmen der beiden CDU-Politiker gegen 20.30 Uhr geplant.
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Der Vorstand des FDP-Landesverbandes Thüringen spricht seinem Vorsitzenden Thomas Kemmerich das Vertrauen aus. Dies teilt der Landesverband am Donnerstagabend mit. Die Vorstandsmitglieder zeigten sich demnach erschüttert über den "organisierten Hass in Form von Massenmails und Drohbriefen, der den Liberalen derzeit entgegenschlägt". "Eine Zusammenarbeit mit den extremen Rändern stand für die FDP-Fraktion nie zur Debatte", sagt Generalsekretär Robert-Martin Montag. Kemmerich versichert der Mitteilung zufolge bei der Sitzung, sein politisches Engagement auch weiterhin in den Dienst der Thüringer Liberalen zu stellen.
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Drei Thüringer CDU-Landräte fordern den Rücktritt von Landespartei- und Fraktionschef Mike Mohring. Es handelt sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur um Martina Schweinsburg (Landkreis Greiz), Andreas Heller (Saale-Holz-Land-Kreis) und Reinhard Krebs (Wartburgkreis). Krebs bestätigt diese Informationen aus CDU-Kreisen. Schweinsburg habe die Botschaft im Namen der drei Kommunalpolitiker an Mohring überbracht, sagt er.
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Der Ausgang der gestrigen Ministerpräsidentenwahl in Thüringen wird aus Sicht des Magdeburger Politpsychologen Thomas Kliche vor allem der CDU schwindendes Wählervertrauen einbringen. "Der nehmen die Wähler den beruhigenden, seriösen Stabilitätsonkel nicht mehr so leicht ab", sagt der Professor der Hochschule Magdeburg-Stendal der Deutschen Presse-Agentur

Zudem drohe den Christdemokraten eine Ost-West-Spaltung. Eine stabile Zusammenarbeit der Parteien im Thüringer Landtag sei zunächst nicht möglich. "Vertrauensvoll und stabil dürfte vor allem bei der CDU erstmal gar nichts mehr sein", sagt Kliche weiter. "Da gehen die innerparteilichen Auseinandersetzungen jetzt erst richtig los."
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Der Thüringer CDU-Landespartei- und Fraktionschef Mike Mohring hat im Landesvorstand seiner Partei die Vertrauensfrage gestellt und überstanden. Das gibt der Thüringer CDU-Generalsekretär Raymond Walk via Twitter bekannt. Demnach wurde Mohring als Landesvorsitzender mit zwölf Ja-Stimmen in seinem Amt bestätigt. Gegen Mohring stimmten laut Walk zwei Vorstandsmitglieder.
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