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Wie das britische Unterhaus auf Twitter mitteilt, ist die Sitzung für heute beendet. Das Parlament vertagt sich - am Montag, 21. Oktober, soll es dann weitergehen. Wir beenden an dieser Stelle den Liveblog. Vielen Dank für das Interesse und fürs Dabesein.
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Der konservative Abgeordnete Oliver Letwin, der mit seinem Antrag Premierminister Boris Johnsons eine schwere Niederlage zugefügt hat, will sich nicht länger gegen die Regierung stellen, wie er sagt. Letwin erklärt weiter, sein Vorstoß habe zum Ziel gehabt, einen ungeregelten EU-Austritt am 31. Oktober abzuwenden, sollte das notwendige Ratifizierungsgesetz nicht rechtzeitig verabschiedet werden.

Er bedankte sich für die Unterstützung aus anderen Parteien. Die Wege der Koalition gegen einen No-Deal-Brexit würden sich nun aber trennen. Er kündigt an, den Brexit-Deal nicht weiter aufzuhalten. Letwin wurde im September von Johnson aus der Tory-Fraktion geworfen, weil er für das Gesetz gegen einen No-Deal-Brexit gestimmt hatte.
Foto: House of Commons/PA/dpa
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Londons Bürgermeister Sadiq Khan begrüßt die Entscheidung des britischen Unterhauses. Der neu ausgehandelte Brexit-Deal sei schlecht für die Arbeitsplätze, die Wirtschaft und die Gemeinden in London und Großbritannien, schreibt er auf Twitter. Er fordert Premierminister Boris Johnson auf, "dem Gesetz zu gehorchen und eine Verlängerung zu beantragen".
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Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon begrüßt die Schlappe des britischen Premierministers Boris Johnson. "Ausgezeichnet - Johnson verliert", kommentiert kurz und knapp auf Twitter die Entscheidung der Abgeordneten über die Verschiebung des Brexit-Deals. Sie pocht weiter auf ein zweites Unabhängigkeitsreferendum in Schottland. Vor fünf Jahren hatten sich die Schotten bei einem Referendum mit knapper Mehrheit gegen einen Ausstieg aus dem Vereinigten Königreich ausgesprochen.
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Aus Brüssel gibt es bereits eine erste Reaktion. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hofft auf rasche Erklärungen aus London. "Es ist an der britischen Regierung, uns so schnell wie möglich über die nächsten Schritte zu informieren", so Junckers Sprecherin Mina Andreeva auf Twitter. Sie unterstreicht, dass über das Austrittsabkommen selbst noch nicht abgestimmt worden sei. Ein Sprecher von EU-Ratschef Donald Tusk will die Ereignisse in London nicht kommentieren.
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Großer Jubel bei den Anti-Brexit-Demonstranten in London über das Ergebnis, dass das britische Unterhaus eine Entscheidung über den Brexit-Deal verschoben hat.
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Welche Intention stand hinter dem Änderungsantrag, der vom britischen Unterhaus mit einer Mehrheit abgesegnet worden ist? Es stand die Sorge, das Brexit-Abkommen könnte nicht mehr rechtzeitig vor dem Austritt ratifiziert werden. Die Folge wäre ein ungeregeltes Ausscheiden aus der EU. Um einen No-Deal-Brexit zu verhindern, müssten die Abgeordneten alles durchwinken, was ihnen die Regierung im Ratifizierungsgesetz vorsetzt. Vor allem aber bot das "Letwin-Amendment" eine Basis für eine möglichst breite Koalition gegen die Regierung, weil der Deal damit nicht offen abgelehnt wird. 

Einem Antrag auf Aufschub würden die 27 übrigen EU-Staaten mit hoher Wahrscheinlichkeit stattgeben, wenn es eine klare Begründung gäbe. Wie lange die EU Aufschub gewähren könnte, ist unklar. Als ausreichende Begründung für eine Fristverlängerung gilt in Brüssel auch die Ausrufung von Neuwahlen oder eines Referendums.
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UPDATE Der britische Premierminister Boris Johnson will trotz der verschobenen Entscheidung über das Brexit-Abkommen nicht mit der Europäischen Union über eine Verlängerung der Austrittsfrist verhandeln.  Johnson erklärt weiter, er werde sich weiter für einen pünktlichen Austritt am 31. Oktober einsetzen. Dafür werde er kommende Woche das Gesetz zur Ratifizierung des Abkommens einbringen.

Johnson ist eigentlich gesetzlich gehalten, in Brüssel einen Aufschub zu beantragen, weil bis heute kein gebilligter Brexit-Deal vorliegt. Der Premier sagt jedoch im Parlament, er sei nicht verpflichtet, mit der EU über die Fristverlängerung zu verhandeln.

Ich werde keine Verzögerung mit der EU aushandeln und kein Gesetz zwingt mich dazu. Eine weitere Verzögerung wäre schlecht für unser Land, die EU und die Demokratie.

Boris Johnson in seiner Rede kurz nach Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses über das "Letwin-Amendment".

Foto: House of Commons/PA/dpa
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Es ist eine erneute Niederlage für den britischen Premierminister Boris Johnson. Wie geht es nun weiter? Erwartet wird, dass er trotzdem weiter versuchen wird, den Brexit-Deal noch rechtzeitig durchs Parlament zu bringen, indem er das Gesetz bereits am kommenden Montag vorlegt. Am Tag darauf, am Dienstag, könnte dann bereits eine weitere wichtige Abstimmung mit der zweiten Lesung des Gesetzes anstehen. Würde das Gesetz diese Hürde passieren, könnte Johnson damit rechnen, die Unterstützung für den Deal doch noch zu bekommen.
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Das Ergebnis liegt vor: Das britische Unterhaus hat für den Änderungsantrag von konservativen Abgeordneten Oliver Letwin gestimmt - mit 322 zu 306 Stimmen. Somit wird eine Entscheidung über den Brexit-Deal von Premierminister Boris Johnson verschoben. Laut Gesetz muss Johnson nun eine Verlängerung der Frist für den EU-Austritt über den 31. Oktober hinaus beantragen. Trotzdem hat der konservative Politiker noch eine Chance, seinen Deal rechtzeitig durchzubringen.
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Und jetzt wird's spannend! Die Abstimmung über den sogenannten "Letwin-Amendment" hat begonnen. Das Ergebnis wird in 15 Minuten erwartet. 
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Die Debatte im britischen Unterhaus ist so eben beendet worden. Einzelne Abgeordnete durften sich noch zu Wort melden. So auch der konservative Abgeordnete Bill Cash. Er sagt, er werde den Brexit-Deal des Premierministers Boris Johnsons unterstützen und nennt dies einen "sehr, sehr historischen Moment". Er argumentiert, dass das Vereinigte Königreich die  Europäische Union am 31. Oktober verlassen muss.
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Der Parlamentspräsident des Unterhauses, John Bercow, reduziert die Redezeit für Abgeordnete von fünf auf drei Minuten. Somit müsste es in Kürze mit der Abstimmung über die Änderungsanträge losgehen. Besonders gespannt sind wir auf das Ergebnis des Antrags des Abgeordneten Oliver Letwin ("Letwin-Amendment"). Sollte der Antrag angenommen werden, wäre eine Zustimmung der Abgeordneten zu Boris Johnsons Brexit-Deal heute nicht möglich.

Der Antrag sieht vor, die Entscheidung über den Deal bis zur Verabschiedung des Ratifizierungsgesetzes aufzuschieben. Dieses Gesetz ist nötig, um dem Abkommen in Großbritannien Geltung zu verschaffen. Letwin selbst hat nach eigenen Worten Sorge, dass die Zeit nicht reicht, um das Gesetz auf den Weg zu bringen und es dann einen No-Deal-Brexit geben könnte.  
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Vorhin hatten wir sie nur im Bild, inzwischen hat auch sie das Wort ergriffen. Die Rede ist von der ehemaligen britischen  Premierministerin Theresa May. Sie habe in diesem Moment eine Art Déjà-vu, sagt sie. "Wenn du keinen Deal willst, musst du für einen Deal stimmen. Die Unternehmen schreien nach Sicherheit. Die Menschen wollen Gewissheit in ihrem Leben", erklärt sie und appellierte am Ende ihres Redebeitrags für den neu ausgehandelten Brexit-Vertrag von Boris Johnson zu stimmen. "Wenn Sie wollen, dass das Land vorankommt, stimmen Sie heute für das Abkommen." May und Johnson sind erbitterte innerparteiliche Gegner. Johnson hatte entscheidenden Einfluss daran, dass May im Juli gehen musste.
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Erneuter Blick auf die Anti-Brexit-Demonstration in London. Unter den Protestierenden ist auch Sir Patrick Stewart (2.v.l), bekannt aus der Kult-Science-Fiction-Serie "Star Trek"Er nimmt an dem Protestmarsch "Let Us Be Heard" ("Wir wollen gehört werden") auf der Old Park Lane teil. 
Foto: Andrew Matthews, PA/dpa
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