Das Wichtigste in Kürze: 

  • Rekordergebnisse für die AfD, historische Tiefstände für CDU und SPD: Die CDU hat die Landtagswahl in Sachsen trotz starker Verluste klar gegen die AfD gewonnen, in Brandenburg behauptet sich die SPD knapp vor den Rechtspopulisten. 

  • Die AfD wird laut Hochrechnungen in beiden Ländern zweitstärkste Kraft - wie zuvor schon in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. 
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Liebe Leserinnen und Leser, wir beenden unseren Liveblog an dieser Stelle. Vielen Dank für Ihr Interesse. Kommen Sie gut durch die Nacht!
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SACHSEN ··· Die CDU hat die Landtagswahl gewonnen, braucht aber zum Regieren künftig voraussichtlich die Grünen. Die Christdemokraten von Ministerpräsident Michael Kretschmer lagen am Montagmorgen nach dem vorläufigen Ergebnis deutlich vor der AfD, die ihr historisch bestes Landtagswahlergebnis bundesweit erzielte.
Die SPD, der bisherige Koalitionspartner der CDU, schnitt so schlecht ab wie noch nie bei einer Landtagswahl in Deutschland. Die Grünen legten deutlich zu und haben Chancen auf eine erstmalige Regierungsbeteiligung. Im Freistaat könnte es nun auf eine sogenannte Kenia-Koalition aus CDU, SPD und Grünen hinauslaufen.
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SACHSEN ··· Die CDU hat die Landtagswahl trotz deutlicher Verluste gewonnen. Nach dem vorläufigen Ergebnis der Landeswahlleiterin von Montagmorgen kommt sie auf 32,1 Prozent der Zweitstimmen - vor der AfD mit 27,5 Prozent. Die Linken erreichen 10,4 Prozent, die Grünen gewinnen mit 8,6 Prozent hinzu. Die SPD stürzt auf ein historisches Tief von 7,7 Prozent, die FDP verpasst den Einzug in den Landtag mit 4,5 Prozent. Damit bekommt die Union im neuen Landtag 45 Mandate, die AfD 38, die Linken 14 Sitze, die Grünen 12 und die SPD 10 Sitze. Insgesamt besteht der Landtag voraussichtlich aus 119 Abgeordneten.
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BRANDENBURG ··· Großer Verlierer der Landtagswahlen ist die Linke, die in beiden Ländern ihre schlechtesten Ergebnisse seit 1990 einfuhr. Für Brandenburg liegen uns bereits Zahlen vor, wohin es die früheren Wähler der Linken gezogen hat. Zwar konnte auch sie eine stattliche Zahl an Nichtwählern mobilisieren, verlor aber ungleich mehr frühere Unterstützer an die politische Konkurrenz.
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BRANDENBURG ··· Woher kommen die Wähler der AfD? Eine Übersicht zeigt, aus welchen Parteien die Rechtspopulisten Unterstützer gewannen. Besonders auffällig: die weitaus größte Gruppe der AfD-Wähler waren zuvor Nichtwähler.
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In der Debatte um Rechtsradikalismus reagiert der Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden  derweil auf "verabscheuungswürdige Vorkommnisse" beim Ligaduell gegen den FC St. Pauli. Dafür habe Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born "persönlich direkt nach dem Spiel beim Präsidenten Oke Göttlich um Entschuldigung gebeten", heißt es in einer Stellungnahme der Sachsen.

Vor allem das Verhalten von zwei Ordnern im Rudolf-Harbig-Stadion sorgte am Samstag (3:3) für Entsetzen. Die beiden Männer hätten sich vor Spielbeginn einer Anweisung vom Leiter des Sicherheitsdienstes widersetzt und diese nicht umgesetzt. "Daraufhin stellten diese beiden Personen unter ihrer Dienstkleidung T-Shirts mit einer eindeutig nationalsozialistischen Botschaft zur Schau", teilte Dresden nun mit. Um eine Stellungnahme bei den Verantwortlichen des Ordnungsdienstes habe der Club bereits gebeten. "Diese beiden Ordner werden nie mehr direkt oder indirekt bei Veranstaltungen der SG Dynamo Dresden eingesetzt werden. Wir prüfen zudem weitere juristische Schritte", bekräftigt Born.
Zudem gab es erneut Spruchbänder mit teils unhaltbaren Aufschriften.  
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BRANDENBURG ··· In dem ostdeutschen Bundesland ist eine Landesregierung unter Beteiligung von SPD, Grünen und Linken hauchdünn möglich. Diese Parteien koalieren derzeit in drei Bundesländern.

In Thüringen führt seit 2014 Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) ein Bündnis seiner Partei mit SPD und Grünen, in dem Bundesland wird am 27. Oktober der Landtag neu gewählt.

In Berlin steht der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) seit 2016 einem rot-rot-grünen Senat vor. Zudem führt seit Mitte August 2019 der Sozialdemokrat Andreas Bovenschulte in Bremen als erster westdeutscher Regierungschef eine rot-grün-rote Landesregierung an.
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SACHSEN ··· Historischer Tag für die Grünen: Die Partei hat es erstmals geschafft, bei einer Landtagswahl in Sachsen Direktmandate zu gewinnen. Zwei Mandate gingen am Sonntag nach Leipzig, eines nach Dresden. Parteichefin Christin Melcher holte im Wahlkreis "Leipzig 5" 29 Prozent der Erststimmen vor dem CDU-Kandidaten Robert Clemen mit 20,6 Prozent. Zudem setzte sich Claudia Maicher in ihrem Leipziger Wahlkreis mit 26,9 Prozent der Stimmen vor Marco Böhme (Linke/24,4 Prozent) durch. In beiden Wahlkreisen holten die Grünen auch hohe Anteile bei den Zweitstimmen: 26,7 und 24 Prozent lagen weit über dem Landesschnitt, der einer Hochrechnung zufolge bei 8,4 Prozent lag. In Dresden gewann der Grüne Thomas Löser mit 24,1 Prozent der Stimmen vor dem CDU-Bewerber Gunter Thiele (23,5 Prozent). 
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BRANDENBURG ···AfD-Spitzenkandidat Andreas Kalbitz hat bei der Landtagswahl im Wahlkreis 27 das Direktmandat verpasst. Kalbitz landete mit 22,9 Prozent der Erststimmen hinter dem Kandidaten der SPD. Das Direktmandat holte der Sozialdemokrat Ludwig Scheetz mit 27,3 Prozent.
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SACHSEN ··· Die CDU hat die Landtagswahl trotz deutlicher Verluste gewonnen. Die Partei von Ministerpräsident Michael Kretschmer kommt nach Auszählung aller Wahlkreise auf 32,1 Prozent der Zweitstimmen - vor der AfD mit 27,5 Prozent. Die Linken erreichen 10,4 Prozent, die Grünen gewinnen mit 8,6 Prozent hinzu. Die SPD stürzt auf ein historisches Tief von 7,7 Prozent, die FDP verpasst den Einzug in den Landtag mit 4,5 Prozent.
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BRANDENBURG ··· Die SPD hat die Landtagswahl trotz deutlicher Verluste gewonnen. Die Partei von Ministerpräsident Dietmar Woidke kommt nach dem vorläufigen Ergebnis des Landeswahlleiters auf 26,2 Prozent der Zweitstimmen vor der AfD mit 23,5 Prozent. Die CDU erreicht 15,6 Prozent, die Grünen kommen auf 10,8 Prozent, die Linke erzielt 10,7 Prozent, die Freien Wähler liegen bei 5,0 Prozent. Die FDP scheiterte mit 4,1 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde.
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BRANDENBURG ··· Die Stimmenanteile nach Auszählung aller Wahlbezirke sowie die künftige Sitzverteilung im Landtag im Überblick: 
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Entsetzt über den Wahlerfolg der AfD zeigt sich auch der Journalist Jakob Augstein:
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Der WDR-Journalist Georg Restle hat in der Vergangenheit bereits deutlich seine klare Haltung gegenüber der AfD gezeigt und bezieht auch am heutigen Abend Stellung.
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Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) bezeichnet das starke Abschneiden der AfD bei den Landtagswahlen im Osten als erschütternd. "Die Ergebnisse müssen uns heute wirklich wachrütteln", sagt Laschet im ZDF. "Abhilfe kann man nur schaffen mit klarer Kante." Der Kurs von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sei richtig gewesen: "Klare, knallharte Abgrenzung gegen die AfD." Dies habe ihm auch die Stimmen vieler unentschiedener Wähler gebracht. 

Laschet lobt außerdem die "Methode" Kretschmer: "Zuhören, überall präsent sein, in die kleinsten Veranstaltungen gehen und all diese Wut, die es ja auch bei den Wählern gibt, versuchen aufzufangen und Antworten zu geben." Bei der Europawahl und der Bundestagswahl sei die AfD noch auf Platz eins in Sachsen gewesen. Dies sei heute nicht mehr der Fall gewesen. 
Foto: Paul Zinken, dpa
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SACHSEN ··· Die Präsenz der AfD im neuen Landtag bleibt nicht auf die 30 zugelassenen Listenkandidaten beschränkt. Da am Sonntagabend auch AfD-Politiker Direktwahlkreise gewannen, die nicht auf den ersten 30 Plätzen der Landesliste waren, kommt die Partei nun über die Erststimmen-Erfolge mit mindestens 33 Sitzen in das Parlament. Als erster Direktkandidat gewann Timo Schreyer im Wahlkreis 54 (Bautzen 3). Im Vogtland gelang das Dietmar Frank Schaufel, in Mittelsachsen Lars Kuppi. Die Auszählung dauerte am Abend noch an. 

Die Landeswahlleitung hatte die ursprünglich 61 Kandidaten umfassende Landesliste der AfD aufgrund von formalen Mängeln zunächst auf 18 Namen gekürzt. Dagegen legte die Partei Verfassungsbeschwerde ein und konnte vor dem Verfassungsgericht Leipzig einen Teilerfolg erringen. Die Leipziger Richter ließen schließlich alle 30 Kandidaten zu, die in einer Einzelwahl nominiert worden waren. Die AfD hatte während der Listenaufstellung das Wahlverfahren geändert und später in Blöcken gewählt. Die Landeswahlleitung sah deshalb die Chancengleichheit der Kandidaten nicht gewahrt. 
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BRANDENBURG ··· Die SPD hat die Landtagswahl trotz deutlicher Verluste gewonnen. Die Partei von Ministerpräsident Dietmar Woidke kommt nach Auszählung aller Wahlkreise auf 26,2 Prozent der Zweitstimmen, vor der AfD mit 23,5 Prozent. Die CDU erreicht 15,6 Prozent, die Grünen kommen auf 10,8 Prozent, die Linke erzielt 10,7 Prozent, die Freien Wähler liegen bei 5,0 Prozent.
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Sie könnten die Mehrheitsbeschaffer einer "Kenia-Koalition" in Sachsen werden: Die Grünen-Spitzenkandidaten Katja Meier und Wolfram Günther auf der Wahlparty der Partei in Dresden.
Foto: Martin Schutt, dpa
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SACHSEN ··· AfD-Chef Jörg Urban hat in seinem Wahlkreis Bautzen 5 gegen den langjährigen CDU-Landtagsabgeordneten Marco Schiemann verloren. Dabei entfielen bei den Direktstimmen 38 Prozent auf den CDU-Kandidaten. Urban kam auf 36,4 Prozent.
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SACHSEN ··· Die aktuelle ARD-Hochrechnung:
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BRANDENBURG ··· Die aktuelle ARD-Hochrechnung:
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BRANDENBURG ··· Auch hier hat der Ministerpräsident in seinem Wahlkreis das Direktmandat geholt. Dietmar Woidke (SPD) bekam in Spree-Neiße I 36,2 Prozent der Erststimmen, der zweitplatzierte AfD-Kandidat Steffen Kubitzki 32,4 Prozent. Damit hat Woidke den Wahlkreis bereits zum dritten Mal gewonnen. Allerdings verschlechterte sich sein Ergebnis gegenüber der Wahl 2014 um gut 13 Prozentpunkte.
Foto: Kay Nietfeld, dpa
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SACHSEN ··· Ministerpräsident Michael Kretschmer hat in seinem Wahlkreis in Görlitz das Direktmandat für die CDU geholt. Er setzte sich mit 45,8 Prozent der Stimmen vor dem AfD-Bewerber Sebastian Wippel (37,9 Prozent) durch. Der Wahlkreis galt als hart umkämpft. Bei den Zweitstimmen lag die AfD mit 37,9 Prozent vor der CDU mit 35,2 Prozent. Bei der Bundestagswahl 2017 hatte Kretschmer sein Direktmandat in Görlitz an den AfD-Kandidaten Tino Chrupalla verloren. 
Foto: Robert Michael, dpa
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Sebastian Krumbiegel, Sänger der Popgruppe Die Prinzen, ist vom Wahlerfolg der AfD in Sachsen beunruhigt. "Eine Partei, die spaltet und gegen Minderheiten hetzt, ist zweitstärkste Kraft", sagt er der Deutschen Presse-Agentur. Nun müsse man auf die Signale hören. Politisch Verantwortliche sollten ihre bisherige Politik kritisch überdenken, sagt der 53-Jährige. 

"Für mich persönlich bedeutet das Wahlergebnis, in Zukunft noch wachsamer den Leuten, die die Demokratie beschädigen wollen, auf die Finger zu schauen", so Krumbiegel. Er wolle sich in Sachsen weiterhin engagieren und gegen Rassismus, Antisemitismus und Nazi-Vokabular "konsequent aufbegehren". Das sei nur machbar, "wenn wir eben nicht einfach abhauen", so Krumbiegel.
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BRANDENBURG ··· Klara Geywitz, Bewerberin um den Bundesvorsitz der SPD, hat ihr Direktmandat in Potsdam verloren. Mit 144 Stimmen wurde sie von Marie Schäffer von den Grünen überholt. Schäffer holt 27 Prozent der Stimmen, Geywitz 26,7 Prozent. Geywitz gratuliert  auf Twitter: "Es war ein spannender Wahlkampf", schreibt sie.
Foto: Kay Nietfeld
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