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Liebe Leserinnen und Leser, nach dem tragischen Busunglück auf Madeira dürfte die Klärung der genauen Ursache noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Identifizierung der Opfer soll bis Samstag abgeschlossen sein. Dann dürfte auch die offizielle Zahl der ums Leben gekommenen Deutschen feststehen. Wir beenden an dieser Stelle den Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse und fürs Dabeisein.
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Arbeiter sichern die Straße, von der der Reisebus abgekommen ist, mit Betonsperren. 
Foto: Frank Zagel, dpa
Foto: Frank Zagel, dpa  
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Die in Funchal ansässige Online-Zeitung "dnoticias" schreibt nach dem Unglück mit 29 Toten auf Twitter von der "schwärzesten Woche" in der Geschichte Madeiras. 
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In der Außenwand klafft ein großes Loch, der Kamin ist  umgestürzt: Spuren am schwer beschädigten Wohnhaus, auf das der Reisebus gestürzt ist, zeigen die Wucht des Aufpralls.
Foto: Rui Silva/Aspress/AP/dpa
Foto: Rui Silva/Aspress/AP/dpa  
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Möglicherweise ist ein Bremsversagen die Ursache des Unglücks. Das berichten Überlebende gegenüber der portugiesischen Online-Zeitung "Observador". "Ich kann mir keine andere Ursache vorstellen. Der Bus fuhr von der 'Quinta Splendida' los, nach einigen Sekunden wurde er immer schneller. Er schlug gegen die Mauer, wir glaubten sofort, dass er außer Kontrolle geraten war. Er wurde immer schneller, und dann überschlug er sich", wird ein leicht verletzter Mann zitiert.

Der Mann brach sich demnach bei dem Unfall eine Rippe, seine Frau wurde am Nacken leicht verletzt. Alter und Herkunft des Ehepaars nennt "Observador" nicht. Die Frau erzählt, dass ein Tipp auf dem Hinflug wohl dafür gesorgt habe, dass sie glimpflich davon kamen: "Im Flugzeug erklärten sie uns, was zu tun war. Wir kauerten uns zusammen wie die Babys. Und das war unser Glück."
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Touristen sollten nach Einschätzung des Internationalen Bustouristikverbands RDA vor dem Einsteigen in Reisebusse deren Zustand prüfen. Mit einem Blick ließen sich offensichtliche Mängel wie abgerissene Spiegel oder gesprungene Frontscheiben erfassen, sagt der RDA-Sicherheitsbeauftragte Johannes Hübner. Er empfehle auch einen Gang um den Bus herum, um nach dem Reifenprofil zu sehen, sagt Hübner. Am Heck des Busses müssten zudem Aufkleber die bestandene Hauptuntersuchung und eine halbjährliche Sonderprüfung nachweisen.
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Nach dem schweren Unglück appellieren Experten an Fahrgäste, sich auch in Reisebussen anzuschnallen. "Leider nutzen viel zu wenige Passagiere den Gurt. Der Busfahrer kontrolliert das nicht und kann es während der Fahrt auch gar nicht. Gurte sind aber überlebenswichtig", sagte der Leiter der Unfallforschung beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, Siegfried Brockmann.

Gurte schützen nicht nur bei einem Frontalaufprall, sondern gerade auch bei einem Überschlag, zu dem es in rund zehn Prozent der Busunfälle komme. "Viele schwere Verletzungen kommen daher, dass die Passagiere durch den Innenraum geschleudert werden", sagt Brockmann.
Ein Sitz ragt aus dem Wrack des verunglückten Busses. Foto: SIC/dpa
Ein Sitz ragt aus dem Wrack des verunglückten Busses. Foto: SIC/dpa  
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Das Unternehmen SAM, zu dem der verunglückte Bus gehöre, sei auf Madeira führend und gut beleumdet, sagt Johannes Hübner vom Internationalen Bustouristikverband RDA. "Madeira ist eine Insel mit viel Kreuzfahrtverkehr, deswegen haben die Busunternehmen viel investiert in den letzten Jahren."
Der verunglückte Reisebus bei der Bergung. Foto: SIC/AP/dpa
Der verunglückte Reisebus bei der Bergung. Foto: SIC/AP/dpa  
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In diesem Krankenhaus in der Inselhauptstadt Funchal werden die Verletzten behandelt.
Foto: Andriy Petryna, dpa
Foto: Andriy Petryna, dpa  
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Die Ermittlungen nach der Ursache laufen auf Hochtouren. Wie es inzwischen heißt, war der verunglückte Reisebus offenbar relativ neu. Das Fahrzeug sei im Februar 2013 zugelassen worden und damit nur rund sechs Jahre alt gewesen, berichtet die Zeitung "Diário de Notícias" ohne Nennung von Quellen.

Bei dem Fahrer, der bei dem Unfall verletzt wurde, handele es sich um einen 55-Jährigen mit viel Berufserfahrung, heißt es weiter. Er habe einen von insgesamt drei Bussen gefahren, die die Urlauber vom Hotel "Quinta Splendida" in der Gemeinde Caniço zu einem Abendessen in der Hauptstadt Funchal bringen sollten.
Eine Luftaufnahme mit einer Drohne von der Unglücksstelle. Foto: Andriy Petryna, dpa
Eine Luftaufnahme mit einer Drohne von der Unglücksstelle. Foto: Andriy Petryna, dpa  
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