Das Wichtigste kurz notiert: 

▪ Britisches Parlament hat für eine Verschiebung des EU-Austritts gestimmt.

▪ Premierministerin Theresa May wird versuchen, ihren Brexit-Deal mit Brüssel bis zum 20. März durchs Parlament zu bekommen. 

▪ Erhält Mays Austrittsabkommen diesmal eine Mehrheit im Parlament, kann sie bei der EU einen Antrag auf eine Verlängerung des Austritts stellen.

▪ Voraussetzung für eine Brexit-Verschiebung ist, dass alle 27 übrigen Mitgliedstaaten dem zustimmen.

▪ Eigentlich wollte Großbritannien am 29. März die Europäische Union verlassen.
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Liebe Leserinnen und Leser, aller Voraussicht nach dürfte Premierministerin Theresa May ihren Brexit-Deal dem Parlament nächste Woche erneut zur Abstimmung stellen. Abzuwarten bleibt aber, wie sich die EU entscheidet und ob sie einer Verschiebung zustimmt. Wir beenden den Liveblog an dieser Stelle. Vielen Dank fürs Dabeisein und für Ihr Interesse.
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Offenbar hat der Antrag der Regierung in Theresa Mays eigener Partei deutlich mehr Ablehnung als Zuspruch erfahren, berichtet der "Guardian". Auch Brexit-Minister Stephen Barclay soll gegen die Verschiebung des EU-Austritts gestimmt haben, obwohl er den Parlamentariern anderthalb Stunden zuvor noch die Zustimmung empfohlen habe, schreibt der Sender Sky News.
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Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag sieht nach dem Votum des britischen Parlaments keinen Grund zur Entwarnung. "Ein ungeregelter Brexit ist nicht vom Tisch, die Verunsicherung für die Wirtschaft wird in die Länge gezogen", erklärt DIHK-Präsident Eric Schweitzer. Die Frage, worauf sich die Unternehmen einstellen müssten, bleibe ungelöst.
Foto: Britta Pedersen, dpa
Foto: Britta Pedersen, dpa  
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Die EU-Kommission erinnert nach der jüngsten Brexit-Abstimmung im britischen Parlament daran, dass eine Verschiebung des britischen EU-Austritts nur mit Zustimmung aller anderen 27 Staats- und Regierungschefs möglich ist. "Es wird Sache des Europäischen Rates sein, einen solchen Antrag zu prüfen", sagt eine Kommissionssprecherin in Brüssel. Vorrang müsse haben, das Funktionieren der EU-Institutionen zu gewährleisten. Zudem werde man die Gründe für den Wunsch auf Verschiebung sowie deren Dauer zu berücksichtigen haben.
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So oder so werde die EU aber am Ende wohl zustimmen, sagt Brexit-Experte Fabian Zuleeg vom European Policy Centre in Brüssel der Deutschen Presse-Agentur: "Ich kann nicht sehen, dass die Mitgliedstaaten Großbritannien gegen die Wand fahren lassen, das wäre politisch sehr schwierig zu verkaufen."
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Über die Fristverlängerung zu entscheiden haben die Staats- und Regierungschefs der 27 bleibenden EU-Staaten, und zwar einstimmig.
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Regierungschefin Theresa May will nun den bereits zwei Mal abgelehnten Vertrag den Abgeordneten bis kommenden Mittwoch ein drittes Mal auftischen. Nur wenn das Parlament in den nächsten Tagen einen Deal mittrage, könnte man mit einer kurzen Verlängerung der Austrittsfrist auskommen, erklärt sie und schlägt den 30. Juni vor. Gebe es diesen Deal nicht, wäre eine viel längere Verschiebung nötig - und die Teilnahme Großbritanniens an der Europawahl. Für strikte Befürworter des Brexits wäre das mit Sicherheit ein Horrorszenario.
Foto: Victoria Jones, PA/dpa
Foto: Victoria Jones, PA/dpa  
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Fünfzehn Tage vor dem Brexit-Datum ist nun doch plötzlich alles anders. Das britische Parlament hat den Sprung über die Klippe ins Ungewisse gestoppt - die Mehrheit will keinen ungeregelten EU-Austritt ohne Vertrag am 29. März mit Verwerfungen für die Wirtschaft und Unsicherheit für Millionen Bürger. Stattdessen will man die Europäische Union nun um eine Verschiebung bitten, so beschloss es heute das Unterhaus.
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Eine Verschiebung des Brexit ist nicht grundsätzlich falsch. Nur würden wir gerne endlich wissen, was London eigentlich will und welches Ziel eine Verschiebung verfolgt.

Nicola Beer, Spitzenkandidatin der FDP zur Europawahl und FDP-Generalsekretärin, auf Twitter.

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"Haben die sonst nichts zu tun?": Der ehemalige Grünen-Bundestagsabgeordnete Christian Ströbele auf Twitter:
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