Das Wichtigste kurz notiert: 

  • Union und SPD schneiden bei Europawahl in Deutschland historisch schlecht ab.
  • Die Grünen werden zweitstärkste Kraft.
  • Christ- und Sozialdemokraten fahren erhebliche Verluste ein. 
  • Die großen Parteien werden erstmals nicht mehr in der Lage sein, alleine eine Mehrheit im Europaparlament zu stellen. 
  • Liberale, grüne und rechte Parteien gewinnen im Europaparlament Sitze dazu. 
  • Bei der Landtagswahl in Bremen gewinnt die CDU knapp vor der SPD.
  • In Bremen ist sowohl ein rot-rot-grünes Bündnis als auch eine Jamaika-Koalition aus CDU, Grünen und FDP möglich.
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Liebe Leserinnen und Leser, wir beenden an dieser Stelle den Liveblog. Vielen Dank fürs Dabeisein und für Ihr Interesse.
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Die Europäische Union wird künftig schwieriger regierbar. Christ- und Sozialdemokraten kommen gemeinsam auf keine Mehrheit im Europaparlament - sie müssen nun Bündnisse mit Liberalen und Grünen suchen. Die Sitzverteilung im neuen Europaparlament auf einen Blick:
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UPDATE Die Brexit-Partei ist in Großbritannien ersten Ergebnissen zufolge als deutlicher Sieger hervorgegangen. Nach Auszählung von mehr als der Hälfte der Wahlbezirke, erhält die EU-kritische Partei von Nigel Farage 31 Prozent der Stimmen. Als zweitstärkste Kraft kann sich die proeuropäischen Liberaldemokraten erweisen. Sie kamen demnach auf 20,5 Prozent.

Die Konservativen der scheidenden Premierministerin Theresa May wurden wie erwartet empfindlich abgestraft. Sie landet mit gerade einmal gut neun Prozent der Stimmen auf Platz fünf. Auch Labour schnitt deutlich schlechter ab als 2014 an dritter Stelle mit 14 Prozent der Stimmen. Erstaunlich stark war das Ergebnis der Grünen mit gut 12,2 Prozent. Mit einem Endergebnis wird erst im Laufe Tages gerechnet.
Nigel Farage, Vorsitzender der Brexit-Partei. Foto: Alastair Grant, AP/dpa 
Nigel Farage, Vorsitzender der Brexit-Partei. Foto: Alastair Grant, AP/dpa   
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Im Ringen um die Besetzung des Chefpostens der EU-Kommission pocht SPD-Chefin Andrea Nahles trotz Stimmenverlusten in Deutschland und auf europäischer Ebene auf den niederländischen Sozialdemokraten Frans Timmermans. "Das europäische Gesamtergebnis verlangt nach klaren Antworten", so Nahles im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. "Der Klimawandel muss entschieden bekämpft werden - mit einer Politik, die gleichzeitig sozialen Ausgleich und soziale Gerechtigkeit sicherstellt." Der Garant hierfür sei Timmermans. "Deshalb sind wir dafür, dass Frans Timmermans Kommissionspräsident wird."
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UPDATE In Dänemark hat die rechtspopulistische Dänische Volkspartei klare Verluste hinnehmen müssen. Die Partei büßt im Vergleich zu ihrem Rekordergebnis von 26,6 Prozent bei der letzten EU-Wahl vor fünf Jahren mehr als 15 Prozentpunkte ein. Nun droht ihr der Verlust von drei ihrer vier Sitze im EU-Parlament, wie aus Zahlen des dänischen Rundfunks DR nach Auszählung fast aller Stimmen hervorging. Demnach wird die liberale Venstre-Partei von Regierungschef Lars Løkke Rasmussen mit ihrem wohl besten Ergebnis bei einer EU-Wahl überhaupt stärkste Kraft - erste Prognosen hatten noch die Sozialdemokraten vorne gesehen. 
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In Tschechien ist die populistische Partei ANO von Ministerpräsident Andrej Babis mit sechs der insgesamt 21 tschechischen Sitze stärkste Kraft geworden. Auf den weiteren Plätzen folgten die Bürgerdemokraten (ODS) mit vier und die Piratenpartei mit drei Sitzen. Die fremdenfeindliche Freiheit und direkte Demokratie (SPD) holte zwei Mandate, wie die Statistikbehörde mitteilt.

Die tschechischen Sozialdemokraten, der Juniorpartner in der Regierung mit der populistischen Partei ANO, haben dagegen eine schwere Niederlage erlitten. Die linke Traditionspartei CSSD konnte kein einziges ihrer bisherigen vier Mandate verteidigen.
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Erste vorläufige Ergebnisse bestätigen die erheblichen Verluste für Christdemokraten und Sozialdemokraten bei der Europawahl. Liberale, grüne und rechte Parteien gewinnen hingegen Sitze dazu, wie aus der ersten Prognose der Sitzverteilung auf Basis vorläufiger Ergebnisse hervorgeht.
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UPDATE  In Portugal haben die seit Ende 2015 regierenden Sozialisten einen klaren Sieg errungen. Nach Auszählung von rund 95 Prozent aller Wahlkreise kam die Partido Socialista (PS) von Ministerpräsident António Costa auf rund 33,7 Prozent der Stimmen, wie das portugiesische Justizministerium mitteilt. Damit wird die sozialdemokratisch orientierte PS acht oder neun der 21 Europaabgeordneten Portugals im Europäischen Parlament stellen.
Antonio Costa, Premierminister von Portugal, dürfte mit dem Ergebnis mehr als zufrieden sein. Foto: Armando Franca, AP/dpa
Antonio Costa, Premierminister von Portugal, dürfte mit dem Ergebnis mehr als zufrieden sein. Foto: Armando Franca, AP/dpa  
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Und auch aus Slowenien liegen Ergebnisse vor.  Hier hat die oppositionelle rechtsnationale SDS gewonnen. Die Partei des früheren Ministerpräsidenten Janez Jansa errang im Bündnis mit der kleineren rechten SLS drei von acht slowenischen Sitzen im Europaparlament, berichtet die Nachrichtenagentur STA. Die SDS gehört der Europäischen Volkspartei an, genauso wie CDU und CSU gehören. 
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Die Satirepartei Die PARTEI ist einer Analyse der Forschungsgruppe Wahlen zufolge bei den unter 30-Jährigen genauso beliebt wie die SPD. Klarer Sieger sind hier die Grünen.
Video: dpa
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UPDATE In Spanien hat die Sozialistische Arbeiterpartei (PSOE) von Ministerpräsident Pedro Sánchez klar gewonnen. Die PSOE kommt nach Auszählung von mehr als 94 Prozent der Stimmen auf 32,8 Prozent und 20 Mandate - sechs mehr als 2014. Die Sozialisten hatten bereits die Parlamentswahl Ende April gewonnen, auch wenn sie die absolute Mehrheit deutlich verfehlten.
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Die konservative Regierungspartei HDZ (Kroatische Demokratische Gemeinschaft) hat in Kroatien trotz Verlusten gewonnen. Nach Angaben der staatlichen Wahlkommission vom kommt sie auf 23 Prozent der Stimmen und erringt fünf von elf Mandaten. Die oppositionelle SDP (Sozialdemokraten) kommt auf 18 Prozent der Stimmen und drei Mandate. Die HDZ gehört zur Europäischen Volkspartei (EVP), der auch die Unionsparteien CDU und CSU angehören.
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In Schweden haben sich die Sozialdemokraten als stärkste Kraft behauptet, die rechtspopulistischen Schwedendemokraten können jedoch starke Zugewinne verzeichnen. Die Sozialdemokraten von Regierungschef Stefan Löfven kamen auf 23,6 Prozent der Wählerstimmen, wie aus Zahlen der schwedischen Wahlbehörde nach Auszählung von knapp 94 Prozent der Wahllokale hervorgeht. 

Großer Gewinner
in dem skandinavischen Land sind die Rechtspopulisten von Parteichef Jimmie Åkesson. Sie kommen demnach mit einem Plus von 5,7 Prozentpunkten auf 15,5 Prozent und dürften ebenso wie die Moderaten, die vor ihnen mit 16,8 Prozent zweitstärkste Kraft wurden, einen Sitz im EU-Parlament hinzugewinnen. 
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Manfred Weber, Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei (EVP), lässt sich auf der Wahlparty in Brüssel von seinen Anhängern feiern. "Natürlich werde ich auf die Grünen zugehen, um eine stabile Mehrheit zu bilden", erklärt der CSU-Politiker im ZDF-Interview. Und natürlich erhebe seine Partei als stärkste Fraktion Anspruch auf das Amt des EU-Kommissionspräsdienten. Ob er es auch tatsächlich wird, ist aber nicht sicher. Nach schweren Verlusten kommen Christ- und Sozialdemokraten zusammen erstmals seit Jahrzehnten nicht mehr auf eine Mehrheit im Europaparlament und müssen sich Partner suchen.
Foto: Christina Storz, dpa
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Die CSU hat in Bayern laut vorläufigem Endergebnis 40,7 Prozent der Stimmen erreicht. Dies teilt der Landeswahlleiter mit. Die Christsozialen schrammten damit knapp an einer historischen Pleite bei Europawahlen vorbei und bleiben mit Abstand stärkste Kraft im Freistaat. Die Grünen landen mit einem Rekordergebnis (19,1 Prozent) auf Platz zwei. Dahinter folgen mit großen Abständen SPD (9,3 Prozent) und AfD (8,5 Prozent). Für die Freien Wähler stimmten 5,3 Prozent, für die FDP 3,4 und für die ÖDP 3,1. Die Wahlbeteiligung liegt bei 60,9 Prozent.
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In Österreich hat die konservative ÖVP von Kanzler Sebastian Kurz nach einer ersten Hochrechnung die Europawahl mit 34,9 Prozent (plus 7,9 Prozentpunkte) deutlich gewonnen. Die SPÖ liegt den Angaben zufolge bei 23,4 Prozent und verliert damit leicht, die FPÖ büßt 2,5 Prozentpunkte ein und erreicht 17,2 Prozent.
Sebastian Kurz (l.) und ÖVP-Spitzenkandidat Othmar Karas. Foto: Lukas Huter, APA/dpa
Sebastian Kurz (l.) und ÖVP-Spitzenkandidat Othmar Karas. Foto: Lukas Huter, APA/dpa  
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Die rechtsnationale Fidesz-Partei hat die Europawahl in Ungarn klar für sich entschieden. Die Partei von Ministerpräsident Viktor Orban erhielt 52 Prozent der Stimmen (2014: 51 Prozent), wie die staatliche Wahlkommission mitteilt. Die Ergebnisse beruhen auf der Auszählung von 99,9 Prozent der Stimmen.
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Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras kündigt vorgezogene Parlamentswahlen an. Grund dafür sei das schlechte Abschneiden seiner linken Regierungspartei Syriza bei der Europawahl, erklärt er bei einer Pressekonferenz. Statt wie ursprünglich vorgesehen im Oktober könnten die Wahlen damit bereits Ende Juni stattfinden.
Foto: Yorgos Karahalis, AP/dpa
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In Italien triumphiert die rechte Lega von Matteo Salvini. Mehrere Hochrechnungen sehen die Lega bei über 30 Prozent - ein Rekordergebnis. Der Koalitionspartner, die Fünf-Sterne-Bewegung, muss einen schweren Rückschlag hinnehmen - und bleibt möglicherweise sogar hinter den überraschend starken Sozialdemokraten der PD zurück. 

Die Fünf Sterne kommen den Hochrechnungen zufolge auf um die 20 Prozent. Mit der Zustimmung geht es seit Monaten bergab. Die sozialdemokratische PD kämpfte sich dagegen aus einem Tief: Hochrechnungen sehen sie bei um die 22 Prozent, was über den Erwartungen liegt.
"Erste Partei in Italien. Danke.": Matteo Salvini, Innenminister von Italien und Vorsitzender der Lega Nord. Foto: Lega/AP/dpa  
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Nach den Zugewinnen der Liberalen bei der Europawahl äußert die dänische EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager klare Ansprüche auf den Kommissionschefposten. "Es wäre merkwürdig, in Debatten mit Kandidaten teilzunehmen, die diesen Anspruch haben, wenn ich nicht sagen würde, dass ich dieselben Ambitionen habe - also ja", sagt Vestager im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur auf die Frage, ob sie nun ihren Hut für das Amt offen in den Ring werfe.

Es sei nun wahrscheinlich, dass auch Kandidaten für den Posten auftauchten, die bislang nicht öffentlich angetreten seien, erklärt Vestager weiter. Die Liberalen könnten nach der Europawahl Hochrechnungen zufolge mit der Unterstützung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron etwa 30 Sitze hinzugewinnen.
Foto: Olivier Matthys, AP/dpa
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BREMEN ··· Die CDU ist erstmals in der Nachkriegsgeschichte bei einer Landtagswahl stärkste Kraft geworden. Sie kommt nach einer landesweiten Hochrechnung des Wahlleiters auf 25,5 Prozent. Die SPD erzielt 23,6 Prozent, die Grünen bekommen 17,6 Prozent. Die FDP liegt demnach bei 5,3 Prozent, die Linke bei 10,1 Prozent und die AfD bei 5,9 Prozent.
Unklar ist noch, welche Koalition künftig das kleinste deutsche Bundesland regieren wird.
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UPDATE Nach Auszählung von 100 Prozent der Stimmen: die Rechtspopulisten bleiben in Finnland hinter den Erwartungen zurück. Die Partei Die Finnen kommt auf 13,8 Prozent und liegt damit hinter Konservativen, Sozialdemokraten und Grünen nur auf Rang vier. In den letzten Umfragen waren der Finnen-Partei noch mehr als 16,5 Prozent prognostiziert worden. Ihre zwei Sitze im EU-Parlament dürften sie behalten. Großer Gewinner sind die Grünen: Sie legten um 6,7 Prozentpunkte zu und kamen somit auf 16,0 Prozent und Rang zwei hinter der konservativen Sammlungspartei.
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Die europäischen Sozialdemokraten hoffen trotz erheblicher Verluste weiter auf das Amt des EU-Kommissionspräsidenten. Es gebe eine "mehr als realistische Chance", dass der sozialdemokratische Spitzenkandidat Frans Timmermans die Kommission künftig führen werde, so der Fraktionschef im Europaparlament, Udo Bullmann. Ein "progressives Bündnis" sei immer noch möglich.

Die Sozialdemokraten hatte ersten Prognosen zufolge 38 Mandate im Europaparlament verloren und kommen künftig nur noch auf 147 Sitze. Damit liegen sie klar hinter der christdemokratischen Europäischen Volkspartei, die laut Prognosen trotz des Verlusts von 43 Mandaten immer noch auf 173 Sitze kommt. Bullmann meint jedoch, die EVP habe nicht mehr die Stärke, Europa zu führen.
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Frankfurt am Main hat eine spezielle Wette mit Köln um die höhere Wahlbeteiligung verloren - nun muss Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) am rheinischen Straßenkarneval teilnehmen. Das war der Einsatz, seine Kölner Amtskollegin Henriette Reker (parteilos) werde ihn begleiten, sagte Feldmann. Er sprach von einem "verschmerzbaren Wermutstropfen" angesichts des guten Ergebnisses in Frankfurt - dort stimmten 56 Prozent ab, deutlich mehr als zuletzt. In Köln waren es aber knapp 64 Prozent. Reker hatte eine #kölnchallenge ausgerufen.
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Die Spitzen von CDU, CSU und SPD wollen am Montagnachmittag mit Bundeskanzlerin Merkel über die Konsequenzen aus der Europawahl beraten. Auf der Tagesordnung dürften die anstehenden Verhandlungen über die wichtigsten EU-Spitzenposten in Brüssel stehen. Die Union will ihren Spitzenkandidaten Manfred Weber zum Kommissionspräsidenten machen. Am Vormittag kommen die Führungsgremien von CDU, CSU und SPD zunächst getrennt in Berlin und München zusammen.
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