▪▪▪ Das Wichtigste in Kürze: 

▪  Zwei Monate vor dem Brexit steigt das Risiko eines ungeordneten EU-Austritts Großbritanniens.

▪ Premierministerin May will das mühsam mit Brüssel vereinbarte Paket zum EU-Austritt wieder aufmachen.

▪ Das britische Parlament will die Garantie einer offenen Grenze in Irland im Brexit-Deal neu verhandeln. 

▪ Die EU lehnt Änderungen im Austrittsvertrag ab. 
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Liebe Leserinnen und Leser, der Liveblog endet an dieser Stelle. Das letzte Wort in Sachen Brexit ist noch lange nicht gesprochen. Wie es weitergeht, werden die nächsten Tage und Wochen zeigen. Wir bedanken uns für ihr Interesse fürs Dabesein. 
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Hier eine interaktive Grafik - die "Barnier-Treppe", benannt nach deren Urheber, Brexit-Unterhändler Michel Barnier. Sie zeigt mögliche Stufen der künftigen Zusammenarbeit zwischen Großbritannien und der EU auf.
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EU-Chefunterhändler Michel Barnier kritisiert Theresa May in seiner Rede vor dem EU-Parlament und wirft der Premierministerin vor, sie distanziere sich von dem Abkommen, dass sie selbst verhandelt habe
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Im Europäischen Parlament hat nun die Debatte über den Brexit und die jüngste Abstimmung im britischen Unterhaus begonnen. Die ersten Wortmeldungen sind wenig überraschend. So werde es keine Neuverhandlung des Abkommens geben, kündigt Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker an.
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Beim Brexit lehnen die maßgeblichen Fraktionen des Europäischen Parlaments die von Großbritannien verlangten Nachverhandlungen des Austrittsabkommens ab. Dies sagt der CDU-Brexit-Beauftragte Elmar Brok nach einer Sitzung der sogenannten Steuerungsgruppe des Parlaments. Es gebe "eine völlig einheitliche Auffassung aller demokratischen Fraktionen dieses Hauses", bei der bisherigen Strategie der EU zu bleiben.

Der CDU-Abgeordnete macht deutlich, dass für die EU der Schutz des Binnenmarkts oberste Priorität sei. "Die Verteidigung des Binnenmarkts, der die Basis beispielsweise in Deutschland unseres ökonomischen Erfolges ist, ist doch wichtiger als die Gefahr eines harten Brexits", sagte Brok. "Der Binnenmarkt ist die Zentrale der Europäischen Union. Wenn wir den Binnenmarkt zerstören, ist die Europäische Union am Ende."
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Erasmus-Studenten in Großbritannien sollen nach dem Willen der Europäischen Kommission ihren Aufenthalt auch über den geplanten EU-Austritt der Briten hinaus abschließen können. Entsprechende Vorschläge legte die Brüsseler Behörde vor. Auch britische Studenten in den anderen EU-Ländern sollen profitieren.

Großbritannien will am 29. März die Europäische Union verlassen. Am 30. März werden sich demzufolge rund 14.000 junge Menschen aus den 27 EU-Staaten mit dem Erasmus-Austauschprogramm in Großbritannien befinden. 7000 Erasmus-Teilnehmer aus Großbritannien werden im Rest der EU sein.
Die Bodleian Library der Universität Oxford. Foto: Steve Vidler/Photoshot/dpa/Archiv
Die Bodleian Library der Universität Oxford. Foto: Steve Vidler/Photoshot/dpa/Archiv  
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In Großbritannien angesammelte Rentenansprüche sollen auch im Fall eines ungeregelten Brexits in den übrigen EU-Staaten gelten. Entsprechende Vorschläge legte die EU-Kommission heute dem Europaparlament und den EU-Staaten in Brüssel vor. Wenn etwa ein Bürger aus den übrigen 27 EU-Staaten vor dem Brexit zehn Jahre lang im Vereinigten Königreich gearbeitet habe, solle dies bei der Berechnung der Rentenansprüche in dem Land, in dem er in den Ruhestand gehe, berücksichtigt werden, heißt es.
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Die Bundesregierung lehnt Forderungen der britischen Regierung ab, abermals über das Brexit-Abkommen zu verhandeln. "Die Öffnung des Austrittsabkommens steht nicht auf der Tagesordnung", sagt Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Die Europäische Union hatte Forderungen nach Nachverhandlungen schon am Vorabend eine Abfuhr erteilt.

"Die Bundesregierung begrüßt, dass das britische Unterhaus sich dafür ausgesprochen hat, die EU nicht ohne Austrittsabkommen verlassen zu wollen. Das ist nämlich lange auch schon unsere Überzeugung", sagt Seibert. Man habe zudem zur Kenntnis genommen, dass das Unterhaus mehr Klarheit über den zukünftigen Umgang mit der Grenze zwischen Irland und Nordirland benötige. Es sei nun an Premierministerin Theresa May, den EU-Verhandlungsführern in Brüssel dazu "konkrete Erläuterungen" zu geben.
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In Schottland bereiten sich die Einsatzkräfte laut Polizeichef Iain Livingston auf "mögliche Unruhen" nach dem Brexit vor. 
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CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt appelliert an die EU-Kommission, den Wunsch des britischen Unterhauses nach Änderungen am Brexit-Vertrag nicht brüsk abzuweisen. Er halte die schroffe Reaktion Brüssels, es gebe keine Nachverhandlungen, für "befremdlich", sagt Dobrindt in Berlin. Nötig sei vielmehr eine flexible Reaktion, ohne das Gesamtpaket wieder aufschnüren zu wollen. "Starrsinn ist nicht europäisch."
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