Das Wichtigste kurz notiert: 

Bei Angriffen auf zwei Moscheen in Neuseeland werden mindestens 49 Menschen getötet und Dutzende schwer verletzt. 

Die neuseeländische Regierung spricht von einem Terrorakt.

Die Polizei hat drei Verdächtige festgenommen.

▪ Die Verdächtigen standen auf keiner Gefährderliste.
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Liebe Leserinnen und Leser, es wird sicher noch einige Tage, wenn nicht sogar Wochen dauern, bis die schreckliche Tat in Christchurch vollkommen aufgeklärt ist. Wir beenden an dieser Stelle den Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse und fürs Dabesein.
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Nicht nur in Neuseeland hängen die Landesflaggen an den Dienstgebäuden auf Halbmast, sondern auch an den Botschaften, so wie hier in London. 
Foto: Jonathan Brady, PA/dpa
Foto: Jonathan Brady, PA/dpa  
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Was wissen wir über den mutmaßlichen Täter? Im Netz - auf Twitter und einem Online-Diskussionsforum fällt der mutmaßliche Angreifer mit vielen rechtsextremen Beiträgen auf. Zudem kursiert ein 74-seitiges "Manifest", in dem er sich mutmaßlich zu seinen Beweggründen äußert. Das Schreiben nimmt auch auf den norwegischen rechtsextremen Massenmörder Anders Behring Breivik Bezug. Ob das "Manifest" tatsächlich von dem Australier kommt, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Die Polizei hat sich bisher dazu nicht näher geäußert.

Sowohl das Gefängnis in Skien als auch Breiviks Anwalt erklären, es sei nahezu unmöglich, dass der Täter direkten Kontakt mit Breivik gehabt habe. Angesichts der Sicherheitsvorkehrungen rund um seinen Mandanten sei ein solcher Kontakt sehr unwahrscheinlich, erklärt Breiviks Anwalt Øystein Storrvik im Gespräch mit dem norwegischen Rundfunk NRK. Nach Angaben des Gefängnisleiters, Ole Kristoffer Borhaug, werde jegliche Kommunikation von Breivik genauestens überprüft.
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Der UN-Menschenrechtsrat hat eine Schweigeminute für die Opfer des Terroranschlags eingelegt. Eine neuseeländische Diplomatin ergriff das Wort vor Beginn einer seit langem geplanten Diskussion über gefährlichen Populismus und Rassismus. Der Anschlag laufe allem zuwider, was Neuseeland ausmache, etwa Toleranz, erklärte sie. 

"Die mörderische islamophobe und terroristische Attacke auf zwei Moscheen in Neuseeland vor ein paar Stunden erinnert uns erneut daran, dass Rassismus tötet", sagte die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, anschließend. Die UN-Familie stehe hinter den Opfern und ihrer Forderung, dass Täter zur Rechenschaft gezogen werden müssten.
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Anteilnahme: an der neuseeländischen Botschaft in London befestigt eine Frau Plakate an eine Säule mit der Aufschrift: "Liebe wird gewinnen, Terror wird verlieren"
Foto: Kirsty Wigglesworth, AP/dpa
Foto: Kirsty Wigglesworth, AP/dpa  
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Nicht anders zu erwarten - die Moschee-Anschläge in Christchurch dominieren die Titelseiten der neuseeländischen Blätter am Wochenende. "Ende der Unschuld", lautet die Schlagzeile von "The Dominion Post", der zweitgrößten Zeitung Neuseelands.
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Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu weist der EU für die blutigen Angriffe eine Teilschuld zu. Am Rande eines Treffens mit EU-Vertretern in Brüssel sagt er, "für diesen Terroranschlag" seien nicht nur die Täter selbst verantwortlich, sondern auch "verantwortungslose Politiker, die Fremdenfeindlichkeit, islamophobe Neigungen und hasserfüllte Rhetorik gegen Muslime" schürten.

"In den letzten Jahren haben wir leider oft gesehen, dass auf viele Angriffe auf Muslime, Angriffe auf unsere Religion und unseren Propheten die Erklärung folgte, 'das ist Meinungsfreiheit' ", erklärt Cavusoglu weiter. "Wenn sich diese Tendenz fortsetzt, werden wir solche Angriffe nicht verhindern können."
Foto: Cem Ozdel, Türkisches Außenministerium/dpa/Archiv
Foto: Cem Ozdel, Türkisches Außenministerium/dpa/Archiv  
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Wie die radikalislamische Taliban in Afghanistan in einer schriftlichen Stellungnahme mitteilt, habe man mit großer Trauer von der Tat erfahren, die zum "Märtyrertod von 49 Muslimen" geführt habe. Ein Angriff auf "unschuldige Gläubige" sei ein "unverzeihliches Verbrechen", hieß es weiter. Die Taliban beteten dafür, dass die Märtyrer ins Paradies kämen und es den Verwundeten bald wieder besser gehe.
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Beileidsbekundungen gibt es auch vom ehemaligen US-Präsident Barack Obama: "Wir trauern mit dir (Neuseeland) und der muslimischen Gemeinschaft. Wir alle müssen gegen den Hass in all seinen Formen kämpfen", schreibt er auf Twitter.
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Der Zentralrat der Muslime in Deutschland beklagt eine Zunahme von Gewalt gegen Muslime im Land. "Wir beobachten eine ständige Zunahme von Anschlägen auf Moscheen und Übergriffe auf Muslime", so der Vorsitzender Aiman Mazyek im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Alleine in diesem Jahr seien mehr als 20 Angriffe auf muslimische Einrichtungen in Deutschland registriert worden, die Zahl der Angriffe auf muslimische Bürger sei weitaus höher.

Mayzek befürchtet, dass rechtsextreme Netzwerke in Deutschland ähnliche Attacken wie in Neuseeland ausführen könnten: "Wenn der Staat zulässt, dass sich diese Netzwerke ausbreiten, ist die Gefahr eines solchen Anschlags wie jetzt in Christchurch auch in Deutschland nicht mehr auszuschließen", sagt er im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland
Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland. Foto: Alexander Heinl, dpa
Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland. Foto: Alexander Heinl, dpa  
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